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Am Sonntag ist in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewählt worden. Hier finden Sie aktuelle Informationen, Ergebnisse und Videos für die Wahlkreise in der Region Trier.

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Wahlkreis Bitburg-Prüm
Wahlkreis Vulkaneifel
Wahlkreis Trier-Schweich
Wahlkreis Trier
Wahlkreis Konz-Saarburg
Wahlkreis Bernkastel-Kues/Morbach/Kirchberg (Hunsrück)
Wahlkreis Wittlich
Wahlkreis Birkenfeld

Joachim Streit will Fraktionsvorsitz

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis haben die Freien Wähler die Fünf-Prozent-Hürde genommen. Der Spitzenkandidat der Freien Wähler, Joachim Streit, möchte künftig die Fraktion der Freien Wähler im rheinland-pfälzischen Landtag anführen. Sein bisheriges Amt als Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm muss er dann abgeben.

In einer Übergangsphase bis zur Einführung einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers werden die Amtsgeschäfte des Landrates durch die gewählten Kreisbeigeordneten geführt.

Moritz Petry: "Bitterer Abend für CDU"

Der Vorsitzende des CDU Bezirksverbandes Trier, Moritz Petry, sagte dem SWR, das sei ein "ganz bitterer Abend für die CDU". Seine Partei habe einen guten Wahlkampf gemacht. "Wir haben vereint alles versucht, die Leute von uns zu überzeugen." Mit ihren Themen sei die CDU aber nicht durchgedrungen.

Petry sagte, die CDU habe auch Stimmen an die Freien Wähler abgeben müssen. "Das ist Fleisch vom Fleisch der CDU. Der Einzug der Freien Wähler hat dafür gesorgt, dass bei der CDU Prozentpunkte abgeschmolzen sind."

Viele Briefwähler in Trier

Der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) ist angesichts der Corona-Pandemie zufrieden mit der Wahlbeteiligung. Viele Menschen hätten per Brief gewählt. Es seien 30.000 Briefwahlunterlagen abgerufen worden. Er gehe von mindestens 40 Prozent Briefwahlbeteiligung aus. Briefwahl sei die einfachste Form für viele Wählerinnen und Wähler gewesen, kontaktlos die Stimmen abzugeben. Er habe den Wahlkampf als fair erlebt.

SPD im Wahlkreis Bitburg-Prüm vorn

Im Wahlkreis Bitburg-Prüm, dem flächenmäßig größte Wahlkreis in Rheinland-Pfalz, konnte SPD-Direktkandidat Nico Steinbach sein Direktmandat im Wahlkreis Bitburg-Prüm verteidigen. Sein Herausforderer, der Bitburger Unternehmer Michael Ludwig, schaffte nach Angaben des Wahlleiters doch noch - wenn auch knapp - den Einzug über die Landesliste in den Landtag.

Einen Achtungserfolg erzielten die Freien Wähler: Jakob Streit, Sohn von Landrat Joachim Streit, konnte 18,7 Prozent der Erststimmen auf sich vereinen.

CDU-Direktkandidat Michael Ludwig sprach von einem "desaströsen" Ergebnis für die CDU. Ludwig sagte, die Erststimmen-Kampagne von Nico Steinbach sei voll aufgegangen. Er habe auch nicht damit gerechnet, dass Jakob Streit so viele Erststimmen holt.

Gordon Schnieder holt Direktmandat in der Vulkaneifel

Im Wahlkreis Vulkaneifel ist nach dem vorläufigen Endergebnis Gordon Schnieder von der CDU erneut als Direktkandidat in den Landtag gewählt worden. Allerdings bleibt er mit einem Verlust von fünf Prozent zur letzten Landtagswahl unter den 40 Prozent. Die SPD legt hier bei der Erststimme für Astrid Schmitt um drei Prozent zu. 2016 gab es bei den Freien Wählern keinen Direktkandidaten. Ihr jetziger Kandidat Jochen Kracht kommt also aus dem Stand auf 8,1 Prozent. Bei den Landesstimmen, also den Zweitstimmen, ist das Ergebnis denkbar knapp: Die SPD holt erstmals im Wahlkreis die meisten Landesstimmen - sie liegt mit 34,7 Prozent aber nur 1,5 Prozentpunkte vor der CDU. Die SPD legt hier im Vergleich zu 2016 um fast vier Prozent zu, die CDU verliert fast neun Prozent.

Den größten Zuwachs bei den Zweitstimmen im Vergleich zur Landtagswahl 2016 erzielten die Freien Wähler mit 5,5 Prozentpunkten. Bei der Wahl 2016 konnte die CDU in der Verbandsgemeinde Kelberg mit fast 50 Prozent ihr zweitbestes Ergebnis landesweit einholen. Auch dieses Jahr ist die CDU bei beiden Stimmen Sieger, hat aber bei der Zweitstimme um etwa 10 Prozent verloren. Die Freien Wähler haben hier um fast 7 Prozent zugelegt.

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CDU vor SPD im Wahlkreis Trier-Schweich

Im Wahlkreis Trier-Schweich gewinnt CDU-Kandidat Lars Rieger vor seinem SPD-Kontrahenten das Dirketmandat mit 33, 6 Prozent. SPD-Mann Dirk Bootz kommt auf 29,7 Prozent. Mit dem Gewinn der Erststimmen holt die CDU zum vierten Mal in Folge das Direktmandat im Wahlkreis Trier-Schweich. Lars Rieger ist zum ersten Mal angetreten. Er ist Stadtbürgermeister von Schweich. Bei den Landesstimmen gewinnt allerdings die SPD mit 39,9 Prozent deutlich vor der CDU mit 26,8 Prozent.

Wahlkreis Trier bleibt SPD-Hochburg

Der Wahlkreis Trier bleibt ein "roter" Wahlkreis. Ministerpräsidentin Malu Dreyer kann sich über eine hohe Zustimmungsrate freuen. Fast 50 Prozent der Stimmen konnte die SPD-Politikerin für sich gewinnen. Mit 47,7 Prozent liegt sie deutlich vor den CDU-Kandidaten mit 17,6 Prozent und den Grünen mit 13,5 Prozent. Bei den Zweitstimmen ein ähnliches Bild. Hier gewinnt die SPD mit 33,5 Prozent der Stimmen, die CDU kommt auf 21,5 Prozent. Auf Platz drei kommen die Grünen mit einem Ergebnis von 17,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt im Wahlkreis Trier bei 62,1 Prozent.

SPD gewinnt Wahlkreis Konz-Saarburg erneut

Im Wahlkreis Konz-Saarburg sind alle Stimmen ausgezählt. Der SPD-Kandidat Lothar Rommelfanger gewinnt mit 36,8 Prozent das Direktmandat des Wahlkreises. Sein Herausforderer Sascha Kohlmann von der CDU kommt auf 30,2 Prozent der Stimmen. Damit bestätigt Rommelfanger sein Direktmandat im Wahlkreis Konz-Saarburg. Bei der letzten Landtagswahl hatte der SPD-Politiker überraschend gewonnen. Auch bei der Auszählung der Landesstimmen liegt die SPD deutlich mit 40,6 Prozent vor der CDU mit 27,8 Prozent.

Rheinland-Pfalz

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Karina Wächter und Dennis Junk liegen vorn

Im Wahlkreis Bernkastel-Kues/Morbach/Kirchberg (Hunsrück) hat CDU-Direktkandidatin Karina Wächter den Sieg bei den Erststimmen errungen. Sie holte dem vorläufigen Endergebnis nach 32,1 Prozent der Erststimmen; damit lag Wächter vor der zweitplatzierten SPD-Kandidatin Bettina Brück (25,5 Prozent). Allerdings verlor die CDU bei den Zweitstimmen im Wahlkreis: Sie erreichte nur 28,6 Prozent; bei der Landtagswahl 2016 hatte sie noch 34,7 Prozent erhalten. Diese und die zurückliegende Landtagswahl holte die SPD im Wahlkreis die meisten Zweit-/Landesstimmen, büßte aber etwas ein (2021 34,8 Prozent, 2016 35,8).

Die FDP verlor, sie kam auf 6,9 (2016 7,7). Die Freien Wähler steigerten sich von 2,7 Prozent im Jahr 2016 auf 9,4 Prozent der Zweitstimmen bei dieser Landtagswahl. Die AfD verlor: Sie erreichte 7,1 Prozent der Zweitstimmen; bei der Landtagswahl 2016 hatte sie noch 10,4 Prozent der Zweitstimmen im Wahlkreis bekommen. Weil die Grünen im Landtag 10 Sitze holen, kann die grüne Wahlkreiskandidatin Jutta Blatzheim-Roegler über ihren Listenplatz 7 auch wieder in den Landtag.

Im Wahlkreis Wittlich sind alle Stimmen ausgezählt. Für die CDU wird Dennis Junk als Direktkandidat in den Landtag einziehen. Er konnte 45,4 Prozent der Stimmen holen. Bisher war er Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, wird sein Amt aber mit Beginn seiner Arbeit im Landtag niederlegen. Er freue sich über sein Ergebnis und darauf, dass Land vertreten zu dürfen, teilte Junk mit. Damit konnte die CDU im Wahlkreis Wittlich ihren Gewinn von 2016 um mehr als 7 Prozent ausbauen. Die SPD muss dagegen herbe Verluste hinnehmen. Sie erreichten nur 22,0 Prozent der Stimmen im Vergleich zu 30,1 Prozent in 2016. Die Grünen wurden dritt stärkste Kraft mit 8,5 Prozent. Außerdem konnten die Freien Wähler auch im Wahlkreis Wittlich die Fünf-Prozent-Hürde knacken. Sie liegen bei 8,0 Prozent und haben damit 3,5 Prozent im Vergleich zu 2016 zugelegt. Die AfD, bei der Landtagswahl 2016 noch zweistellig, kommt in diesem Jahr nur auf 6,7 Prozent, bleibt damit aber im Landtag. Das Rennen um die Zweitstimmen entschied die SPD ganz knapp für sich mit 33,6 Prozent gegenüber der CDU (32,5 Prozent).

Wahlkreis Birkenfeld wieder knapp in SPD-Hand

Im Wahlkreis Birkenfeld ist Direktkandidat Hans Jürgen Noss von der SPD knapp wiedergewählt worden. Er erhielt dem vorläufigen Endergebnis nach 30,4 Prozent der Erststimmen, sein CDU-Herausforderer Miroslaw Kowalski 29,0 Prozent. Bei der Landtagswahl 2016 war der Abstand deutlicher: damals 38,7 Prozent für den SPD-Mann Noss gegenüber 29 Prozent für die CDU. Auch bei den Zweitstimmen hat die SPD ihre Mehrheit im Wahlkreis Birkenfeld bewahrt. Sie holte 37,7 Prozent; 2016 hatte sie 39,2 Prozent erreicht. Die CDU verlor bei den Zweitstimmen deutlich: Bei der Landtagswahl 2016 hatte sie 31,4 Prozent im Wahlkreis erreicht, an diesem Sonntag waren es 26,2 Prozent.

Die AfD schnitt erneut zweistellig, aber etwas schlechter, ab: Sie erreichte 10 Prozent im Wahlkreis Birkenfeld. 2016 hatte sie dort 12,8 Prozent der Zweitstimmen erhalten. Die Freien Wähler haben sich von 1,8 Prozent 2016 auf 6,9 Prozent gesteigert. Besonders gut schnitten die Freien Wähler in der Verbandsgemeinde Birkenfeld ab - hier erhielt der dortige Verbandsbürgermeister Bernhard Alscher als Wahlkreis-Direktkandidat der Freien Wähler 19,3 Prozent der Erststimmen. In der Ortsgemeinde Kronweiler blieb die AfD zweitstärkste Kraft vor der CDU: Ihr Zweitstimmenanteil sank allerdings von 20,5 auf 15,3 Prozent. Auch hier verzeichneten die Freien Wähler einen größeren Zuwachs.

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