Bildmontage: Stefan Metzdorf (SPD) und Günther Schartz (CDU) (Foto: SPD Trier-Saarburg / CDU Trier-Saarburg)

Landratswahl am Sonntag

Überraschung bei Landratswahl Trier-Saarburg: Metzdorf liegt vor Schartz

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Bei der Landratswahl im Kreis Trier-Saarburg gibt es eine faustdicke Überraschung. SPD-Kandidat Stefan Metzdorf erhielt mehr Stimmen als Amtsinhaber Günther Schartz (CDU).

+++ Mehr zum Ergebnis der Stichwahl von Sonntag, 10. Oktober erfahren Sie hier +++

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SPD-Mann Metzdorf kam auf 32,3 Prozent. Der amtierende Landrat Günther Schartz landete knapp dahinter mit 31,3 Prozent. Da beide nicht die absolute Mehrheit erreichten, muss eine Stichwahl am 10. Oktober entscheiden, wer Landrat im Kreis Trier-Saarburg wird. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,4 Prozent.

Kritik an Günther Schartz wegen Nebeneinkünften

Amtsinhaber ist Günther Schartz (CDU). Er ist seit 16 Jahren Landrat. Schartz trat 2005 die Nachfolge von Richard Groß (CDU) an. Seine Gegenkandidatin war damals die heutige Vize-Präsidentin des Europäischen Parlaments, Katarina Barley (SPD).

Der studierte Jurist stand zuletzt in der Kritik wegen seiner Nebeneinkünfte. So verdiente Schartz als RWE-Aufsichtsrat im vergangenen Jahr 129.000 Euro. Damit erhält er vom Energiekonzern mehr Geld, als für sein Amt als Landrat. Vor wenigen Wochen ist Schartz aus dem RWE-Aufsichtsrat ausgeschieden. Die kommunale Aufsichtsbehörde ADD hatte ihm die Nebentätigkeit untersagt.

Digitalisierung im ländlichen Raum

Günther Schartz will unter anderem den Internet-Breitbandausbau im Kreis Trier-Saarburg vorantreiben. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass immer mehr Menschen im ländlichen Raum leben und arbeiten wollen. Dazu wolle er weiter entsprechende Förderprogramme des Bundes nutzen.

Stefan Metzdorf ist Bürgermeister von Gusterath

SPD-Kandidat Stefan Metzdorf ist 58 Jahre alt und kommt aus Gusterath. Dort ist er zur Zeit Ortsbürgermeister. Außerdem ist er Beigeordneter der Verbandsgemeinde Ruwer und Mitglied im Kreistag Trier-Saarburg. Stefan Metzdorf ist verheiratet, hat drei Kinder und arbeitet an der Universität Trier als Datenverarbeitungskaufmann.

Wohnen und Tourismus sind ihm wichtig

Als Landrat will er sich unter anderem um bezahlbaren Wohnraum kümmern. Als eines seiner Ziele gibt er an, eine kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft gründen zu wollen. Außerdem will er den Tourismus im Kreis stärken. Hier wünscht er sich ein Gesamtmanagement, das die einzelnen touristischen Regionen des Kreises Trier-Saarburg verbindet.

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Auch im Eifelkreis Bitburg-Prüm fanden am Sonntag Landratswahlen statt. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

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