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Der Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Joachim Streit, fordert in einem offenen Brief die Bundesregierung auf, die Grenzkontrollen nach Luxemburg zu lockern. Denn viele einheimische Betriebe seien auf die luxemburgische Kundschaft angewiesen.

Trotz der Corona-Lockerungen auf deutscher Seite kommen jedoch die Luxemburger noch immer nicht nach Deutschland. Grund seien die bestehenden Grenzkontrollen, so der Landrat. Für viele Unternehmen falle damit ihre Geschäftsgrundlage weg.

Einschränkungen an der Grenzen sollen aufgehoben werden

Der Landrat fordert, mehr Grenzübergänge zu öffnen und die Einschränkungen für den Grenzverkehr aufzuheben. Auch der Bürgermeister aus dem luxemburgischen Grevenmacher fordert in einem Brief den luxemburgischen Außenminister auf, sich bei den deutschen Behörden für eine Lockerung der Grenzkontrollen einzusetzen.

Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion Partrick Schnieder aus der Eifel fordert, die Grenzkontrollen zu Luxemburg sofort aufzugeben. Schnieder argumentiert, dass in Luxemburg wegen Corona genauso strenge Ausgangsbeschränkungen und Hygieneauflagen gelten würden wie in Deutschland.

"Unhaltbarer Zustand"

Die Kontrollen entbehrten mittlerweile jeglicher Grundlage. Für die Menschen in den Grenzregionen stellten die Kontrollen einen unhaltbaren Zustand dar. Pendler, darunter auch viele Ärzte und Krankenpfleger, hätten an der Grenze mit Wartezeiten von mehreren Stunden zu kämpfen.

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