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Gut drei Jahre nach der Auflösung des Zisterzienser-Konvents im Kloster Himmerod in der Eifel ist noch kein Nachfolge-Orden gefunden worden. Doch es gibt Interessenten.

Es habe zuletzt Kontakte mit mehreren Gemeinschaften gegeben, teilte das Bistum Trier mit - wegen der Corona-Pandemie hätten Gespräche "jedoch leider verschoben werden" müssen. "Wir bleiben dran und werden voraussichtlich im Frühjahr über den Stand der Gespräche informieren", sagte eine Sprecherin.

Suche nach "zukunftsfähiger Lösung"

Die Zisterzienser hatten sich im Oktober 2017 aus dem Kloster bei Großlittgen zurückgezogen. Ziel sei es, "den Charakter der ehemaligen Zisterzienserabtei als geistlichen Ort zu erhalten". Deshalb suche das Bistum weiter "nach einer zukunftsfähigen Lösung für Himmerod".

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Nach Angaben des Bistums von Anfang 2018 sollte in drei bis fünf Jahren eine Nachfolge-Ordensgemeinschaft für das Kloster gefunden werden. Das Kloster war 1134 vom Zisterzienser-Mönch Bernhard von Clairvaux gegründet worden. Wegen der geringen Zahl der Mönche und einer angespannten Finanzlage hatte sich der Orden zurückgezogen. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hatte früher einmal erklärt, dass er aus Himmerod "keine Wellnessoase" machen wolle.

Das Kloster befindet sich im Besitz eines Trägervereins, in dem das Bistum Trier mit seinen rund 1,3 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und dem Saarland Mitglied ist.

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