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Deutsche Wasserschutzbehörden haben nach dem Kerosin-Leck die US-Airbase Spangdahlem besucht. Am 24. Februar waren hier 22.000 Liter Kerosin aus einer Treibstoffleitung gelaufen.

Die Behörden hätten sich vor Ort ein Bild von der Situation gemacht, heißt es von der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich auf SWR-Anfrage. Nach dem Unfall hätten die Streitkräfte aber alles Notwendige getan. Beispielsweise hätten sie verhindert, dass Kerosin in die Kanalisation gelangt. Der mit Kerosin verunreinigte Boden werde aber weiterhin in Containern gelagert, weil weitere Erde hinzukommen könnte.

22.000 Liter Flugzeugbenzin ausgetreten

Durch das Leck in einer Treibstoffleitung sind nach Angaben des Kreises, auf dessen Gebiet sich ein Teil der Militärbasis befindet, mehr als 22.000 Liter Flugzeugbenzin freigesetzt worden. Das gehe aus dem Bericht der Airbase über den Gefahrstoffunfall hervor, so der Kreis. Ursache sei offenbar ein technischer Defekt gewesen.

Als Sofortmaßnahme sei laut dem Airbase-Bericht vom 25. Februar an die Untere Wasserbehörde des Kreises die Kerosin-Leitung stillgelegt und Bindemittel aufgebracht worden. Regenwasserrohre seien verschlossen worden, damit das Kerosin nicht in die Kanalisation läuft.

Notfallauffangbecken gegraben

Wie der Kreis auf Anfrage des Südwestrundfunks weiter mitteilte, wurden durch einen Entsorgungsbetrieb aus einem Wartungsschacht 11.400 Liter Kraftstoff abgepumpt. Es sei ein Notfallauffangbecken gegraben worden, aus dem am Tag nach dem Vorfall weitere rund 6.500 Liter Kerosin abgepumpt wurden.

Die Airbase habe in ihrem Bericht mitgeteilt, dass etwa 30 Kubikmeter verunreinigter Boden ausgekoffert und in Containern eingelagert wurden, so die Kreisverwaltung.

Bislang keine Gewässer verunreinigt

Die Untere Wasserbehörde des Kreises habe bislang keine Gewässerverunreinigung feststellen können. Am 26. Februar sei der Märchenweiher ins Binsfeld überprüft worden. Dabei sei weder Kerosingeruch wahrgenommen, noch sonstige Auffälligkeiten wie ein Ölfilm festgestellt worden. In einer Gewässerprobe seien keine Anhaltspunkte für eine Kerosinbelastung gefunden worden. Die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich geht davon aus, dass kein Kerosin aus dem Gelände des US-Militärflughafens ausgetreten ist.

Neben der Unteren Wasserbehörde bei der Kreisverwaltung Wittlich sei entsprechend dem Nato-Truppenstatut auch die SGD Nord als obere Wasserbehörde informiert worden. Beide Behörden stimmen sich demnach über das weitere Vorgehen und die Überwachung der Sanierung ab, so der Kreis.

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