Soll der Petrisberg mit einer Seilbahn oder einem Bus mit der Innenstadt und dem Westen Triers verbunden werden? (Foto: picture-alliance / Reportdienste,  DPA_picture alliance dpa Christian Charisius (Bus), picture alliancedpadpa-Zentralbild  Klaus-Dietmar Gabbert (Gondel))

Grundsatzentscheidung im Stadtrat

Stadt Bustrasse statt Seilbahn: Streit um Petrisbergaufstieg in Trier

STAND

Der Stadtrat Trier hat am Donnerstag über das Verfahren für eine künftige Verkehrsanbindung der Höhenstadtteile abgestimmt. Geprüft wird aber keine Seilbahn, sondern nur noch eine Bustrasse.

Der Stadtrat hat eine Machbarkeitsstudie in Auftag gegeben. Diese soll ermitteln, wie viele Fahrgäste eine direkte Busverbindung zum Petrisberg nutzen würden. Nur wenn genügend Fahrgäste gewonnen werden könnten, soll in einer zweiten Studie die Trasse weiter geplant werden.

Bustrasse gegen Seilbahn

Die Stadtverwaltung hatte zuvor dem Stadtrat vorgeschlagen, sich für die Studie, die nur eine Bustrasse untersucht, auszusprechen. Denn eine Bustrasse wäre nach Berechnungen von zwei Gutachtern günstiger als eine Seilbahn.

Die Linke hatte dagegen in einem Antrag gefordert, für die Seilbahn offen zu bleiben. Die Stadtratsfraktion der CDU aber argumentierte, es habe viele Beratungen und auch Workshops im Vorfeld gegeben. Ein CDU-Sprecher sagte, er sei davon überzeugt worden, dass Passagiere nicht in eine Seilbahn steigen wollten, um in der Stadt oder auf dem Petrisberg dann wieder in einen Bus umzusteigen. Daher habe seine Fraktion sich von der Seilbahn verabschiedet.

Ortsbeirat setzt eher auf kleine Schritte

Im Stadtteil Kürenz sei der Vorschlag für eine Machbarkeitsstudie kontrovers diskutiert worden, führte Ole Seidel (Bündnis 90/Grüne) im Stadtrat aus. Für ihn sei fraglich, ob eine solche Bustrasse überhaupt noch zeitgemäss sei. Denn sie stelle einen großen Eingriff dar - und ob sie überhaupt umsetzbar sei, sei ja offen. Dagegen ließe sich mit kleinen Schritten manchmal mehr für den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel erreichen.

Gutachten empfiehlt, nur Bustrasse zu prüfen

Manche Stadtratsmitglieder hatten im Vorfeld trotzdem dafür plädiert, nicht nur eine Bustrasse sondern auch die Seilbahn- Variante zu untersuchen. Im Vorfeld hatten auch Wissenschaftler der Hochschule Trier und der Universität kritisiert, dass ein Gutachten, nach dem die Bustrasse günstiger sein soll, nicht objektiv urteile. Die Wissenschaftler von "Scientists for Future" hatten daher an die Stadtratsmitglieder vor der Sitzung einen offenen Brief verfasst.

Trier

Smart Shuttle unterstützen Linienbusse Stadtwerke Trier starten neues ÖPNV-Mobilitätskonzept

Ein flexibler Mini-Bus, der per App auf dem Smartphone gebucht wird und einen dann nachts abholt? Das wird möglich, dank eines Pilotprojekts, das in Trier neu an den Start geht.

Alle Varianten diskutieren

Darin hatten die Wissenschaftler dem Stadtrat empfohlen, eine ergebnisoffene Untersuchung durchzuführen, anstatt sich lediglich für eine Machbarkeitsstudie für die Bustrasse zu entscheiden.

Auch die Lokale Agenda 21 hatte sich dafür aus, eine Seilbahn als mögliche Option zu untersuchen. Die Wissenschaftler von Hochschule und Universität hatten dem Stadtrat außerdem dazu geraten, bei seiner Entscheidung das Fachwissen von Professoren einzubeziehen. Zu dem Thema gebe es schon umfangreiche Vorarbeiten der Hochschule Trier.

Koblenz

Tagung zur Zukunft von Bus und Bahn Koblenz: Nahverkehrstag zu Ende gegangen

In Koblenz ist am Mittwoch der Deutsche Nahverkehrstag zu Ende gegangen. Begleitet wurde die Fachtagung von Klima-Aktivisten, die vor dem Tagungsort ihre Zelte aufgeschlagen hatten.

Am Nachmittag SWR4 Rheinland-Pfalz

Verbindung zwischen Westen und Osten

Hintergrund der Debatte um den Petrisbergaufstieg ist, dass es bislang keine direkte Verbindung zwischen dem Trierer Osten und dem Westen gibt. Häufig kommt es auf der Strecke daher zu Staus. Die Machbarkeitsstudie soll 200.000 Euro kosten. Sollte sie zum Ergebnis kommen, dass eine Bustrasse zum Petrisberg auch genutzt würde, bräuchte diese aber wieder Jahre bis sie realisiert werden könnte. Nach Angaben der Stadt könnte sie frühestens in zehn Jahren gebaut werden.

Mannheim

Die erste Stütze steht Mannheimer BUGA 23: Bau der Seilbahn ist gestartet

Für die Bundesgartenschau 2023 ist der Bau der Seilbahn gestartet. Die erste der insgesamt zehn Stützen wurde eingehoben. Die Bahn verbindet das Spinelli-Gelände mit dem Luisenpark.

Mayschoß

Good News Mega-Seilbahn! So hilft die Feuerwehr Weinbauern an der Ahr

2021 hat die Flut die Zahnradbahn in Mayschoß zerstört. Diese benutzten die Winzer, um ihre Trauben ins Tal zu bringen.

Morgengruß SWR4 Rheinland-Pfalz

Koblenz

Tägliche Fahrten bis Ende Oktober Seilbahn in Koblenz startet in Saison 2022

Mit dem Saisonstart bringt die Seilbahn jetzt wieder jeden Tag Gäste vom Rheinufer hoch auf die Festung Ehrenbreitstein - und hofft auf einen Besucherboom nach zwei Corona-Jahren.

Verkehr Mit der Gondel in die Schule?!

Deutschland sucht das Verkehrsmittel der Zukunft: Es ist weder das selbstfahrende Auto, noch ein Flug-Taxi...

STAND
AUTOR/IN
SWR