Menschen räumen im Stadtteil Ehrang die Schäden nach dem Hochwasser der Kyll auf. Zahlreiche Häuser im Ort waren betroffen, Bewohner mussten evakuiert werden. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Harald Tittel)

Flut-Untersuchungsausschuss

Experte aus Bernkastel-Wittlich: "Brauchen Milliarden auch für den Katastrophenschutz"

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Der Kreis Bernkastel-Wittlich war von dem Hochwasser im Juli 2021 vergleichsweise wenig betroffen. Trotzdem müsse jetzt viel Geld für den Schutz vor solchen Katastrophen investiert werden.

Der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Bernkastel-Wittlich fordert nach der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr mehr Geld für den Ausbau des Katastrophenschutzes.

"Wir brauchen nicht nur 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr, sondern auch im Katastrophenschutz."

Der Kreis Bernkastel-Wittlich sei von der Katastrophe zwar nur gestreift worden, so Katastrophenschutzinspekteur Jörg Teusch am Freitag im Untersuchungsausschuss des Landtags. So seien Gebäude und Infrastruktur beschädigt worden, aber keine Häuser eingestürzt.

Das gilt für andere stark betroffene Gemeinden wie das Ahrtal nicht. Bei dem Hochwasser 2021 waren im nördlichen Rheinland-Pfalz 135 Menschen ums Leben gekommen, davon 134 im Ahrtal.

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Es sei alles schon so ausgerichtet gewesen, dass man auf Knopfdruck Stufe 4 hätte auslösen können. Von dieser Stufe an ist der Kreis zuständig und nicht mehr die Kommunen. Licht hatte damals den Landrat vertreten, der in Urlaub war. Diesen habe er abgebrochen, sei zurückgefahren und am 15. im Kreis vor Ort gewesen, sagte Landrat Gregor Eibes (CDU).

Auch im Landkreis Trier-Saarburg hätten sich die Verantwortlichen rechtzeitig auf das Hochwasser vorbereitet. Ein Katastrophenschützer aus dem Kreis Trier-Saarburg berichtete, der damalige Landrat Günther Schartz (CDU) sei ständig präsent vor Ort gewesen und habe jede Entscheidung mitgetragen.

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