Kampfmittelräumdienst,Landeskriminalamt ,Polizei und Waffenbehörde sichern die Munition und die Waffen in einem Haus in Gindorf in der Eifel. (Foto: Winkler TV)

Kampfmittelräumdienst in der Eifel im Einsatz

Polizei findet Weltkriegswaffen in Haus in Gindorf

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Experten des Kampfmittelräumdienstes und des Landeskriminalamtes haben am Mittwoch Munition und Waffen aus einem Haus in Gindorf im Eifelkreis Bitburg-Prüm entfernt.

Die Experten waren vom Erben des Hausbesitzers gerufen worden, der die Munition gefunden hatte. Wie die Polizei weiter mitteilte, hatte der im Januar verstorbene Hausbesitzer die Gegenstände gesammelt. Bisher seien vor allem Waffen, Handgranaten und Patronen aus der Zeit der Weltkriege gefunden worden, so die Polizei. Dabei handele es sich in den meisten Fällen um Dekorationsobjekte, von denen keinerlei Gefahr ausgehe.

Polizei: Von Gegenständen ging keine Gefahr für Nachbarn aus

Gefunden wurden laut Polizei aber auch vereinzelte Objekte, die noch Reste von Sprengstoff enthielten und die bei einem Brand möglicherweise hätten detonieren können. Es handele sich dabei aber nicht um militärisch einsatzfähige Waffen oder Munition. Der Leiter der Polizeiinspektion Bitburg, Mike Thull, betonte vor Ort, dass für die Nachbarn keinerlei Gefahr bestanden habe. Die Materialien hätten höchstens Schäden innerhalb des betroffenen Wohnhauses anrichten können.

Das haben Experten in einem Haus in Gindorf sichergestellt. (Foto: Winkler TV)
Das haben Experten in einem Haus in Gindorf sichergestellt. Winkler TV Bild in Detailansicht öffnen
Von den Waffen ging laut Polizei keine unmittelbare Gefahr aus. Winkler TV Bild in Detailansicht öffnen
Experten untersuchen die Funde, sichern sie und transportieren sie ab. Winkler TV Bild in Detailansicht öffnen
Der verstorbene Besitzer des Hauses hatte eine enorme Menge Waffen und Munition gesammelt. Winkler TV Bild in Detailansicht öffnen
Die meisten Funde waren aber nicht funktionstüchtig, sondern eher Dekoration, so die Polizei. Winkler TV Bild in Detailansicht öffnen
Das Material wird in Kisten abtransportiert. Winkler TV Bild in Detailansicht öffnen
Wegen der großen Menge kann der Einsatz der Experten länger andauern. Winkler TV Bild in Detailansicht öffnen

Experten durchsuchen Haus

Das Haus wurde am Mittwoch von Experten durchsucht. Auch Mitarbeiter der Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm als Waffenbehörde waren vor Ort. Wegen der großen Menge an Munition könne der Einsatz länger dauern, hieß es von Seiten der Polizei. Es könne sein, dass man noch ein bis zwei Tage mit dem Abtransport beschäftigt sei. Mutmaßlich gefährliche Gegenstände werden, so die Polizei, von Fachkräften bewertet und wenn Gefahr bestünde, entschärft. Dann werden Munition und Waffen fachgerecht abtransportiert.

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