Nach der Amokfahrt in Trier haben Menschen als Zeichen der Trauer hunderte Kerzen vor der Porta Nigra in Trier aufgestellt.  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Schweigeminuten, Gottesdienst und Requiem

Trier gedenkt der Opfer der Amokfahrt

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Ein Jahr nach den Ereignissen vom 1. Dezember 2020 haben am Mittwoch die Trierer an die Opfer der Amokfahrt erinnert.

Es waren nur vier Minuten im Dezember vergangenen Jahres, die das Leben vieler Menschen in Trier für immer veränderten. Sechs Todesopfer sind zu beklagen, weil ein Amokfahrer aus bislang unbekannten Gründen vier Minuten lang mit einem Geländewagen durch die Fußgängerzone raste.

Viele Menschen wurden bei der Tat körperlich schwer verletzt. Und unzählige weitere erlitten schweren seelischen Schaden, sind zum Teil bis heute traumatisiert.

Glocken läuteten vier Minuten lang

Um der Opfer zu gedenken, haben deshalb am Mittwoch in Trier die Glocken vier Minuten geläutet, und zwar ab 13:46 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt begann vor einem Jahr die Amokfahrt.

Die Triererinnen und Trierer haben überall in der Innenstadt schweigend innegehalten.

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Gedenkgottesdienst im Trierer Dom

Im Anschluss an die Gedenkminuten begann im Trierer Dom ein ökumenischer Gottesdienst. Die Plätze im Dom wurden vorrangig an Überlebende, Hinterbliebene sowie Vertreter der Feuerwehr, Rettungs- sowie Polizei- und Sondereinsatzkräfte vergeben.

Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer nahm am Gottesdienst teil sowie Oberbürgermeister Wolfram Leibe, der Stadtvorstand, der Opferbeauftragte des Landes, Mitglieder des Stadtrats und Seelsorgende. Wegen der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie standen keine sonstigen freien Plätze im Dom zur Verfügung.

Trierer Dom (Foto: SWR, Andrea Meisberger)
Im Trierer Dom fand am Jahrestag der Amokfahrt ein Gedenkgottesdienst statt. Andrea Meisberger

Bischof Ackermann leitet Gottesdienst

Geleitet wurde der Gottesdienst vom Trierer Bischof Stephan Ackermann. Außerdem nahmen kirchliche Vertreter derjenigen Konfessionen teil, denen die Todesopfer angehörten: Erzpriester Georgios Basioudis für die griechisch-orthodoxe Kirche, Vizepräses Christoph Pistorius von der evangelischen Kirche und Apostel Clément Haeck von der neuapostolischen Kirche. Die Predigt wurde von Christoph Pistorius halten.

Requiem in der Konstantinbasilika

Am Abend fand in der Konstantinbasilika in Trier ein Requiem statt. Es wurde vom Philharmonischen Orchester der Stadt Trier dem Domchor, dem Opernchor und Mitgliedern des Bachchores gestaltet.

SWR-Filmreportage über die Amokfahrt von Trier

In der ARD-Mediathek ist ab sofort die 45-minütige Reportage "Die Amokfahrt von Trier – Wie weiterleben nach dem Trauma?“ von SWR-Filmemacher Jürgen Schmidt zu sehen. Hier ein kurzer Auszug aus der Reportage:

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