Fachkräftemangel in der Gastronomie

Indonesische Azubis beenden Ausbildung an der Mosel

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An der Mosel haben jetzt mehrere indonesische Azubis ihre Ausbildung in der Gastronomie abgeschlossen. Die Indonesier kamen vor drei Jahren über ein Projekt nach Deutschland, um dem Fachkräftemangel in Restaurants und Hotels entgegenzuwirken.

Indonesische Auszubildende decken einen Tisch im Weinromantik Hotel Richtershof in Mülheim (Foto: Weinromantikhotel Richtershof)
Drei Auszubildende des Weinromantikhotels Richtershof in Mülheim an der Mosel: Darunter auch die beiden indonesischen Azubis Poibe Butarbutar (links) und Meylin Panjaitan (rechts) sowie Can Yavsan (mitte) aus Deutschland. Weinromantikhotel Richtershof

Es ist ein großer Moment für die indonesischen Azubis, als sie in der Berufsbildenden Schule (BBS) in Bernkastel-Kues geehrt werden. Sie sind stolz darauf, ihre Ausbildung beispielsweise als Koch oder Restaurantfachfrau und Fachmann sowie Hotelfachfrau und Fachmann absolviert zuhaben.

Darunter auch Poibe Butarbutar. Sie hat drei Jahre lang im Hotel Richtershof in Mülheim an der Mosel eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau gemacht. Für die 26-Jährige war das eine schöne Zeit, sagt sie.

"Es freut mich, hier zu sein. Es gefällt mir hier, in der Schule, im Betrieb. Ich habe hier viel gelernt."

Gutes Projekt gegen den Fachkräftemangel

Das Projekt sei eine gute Möglichkeit, dem Fachkräftemangel an der Mosel entgegenzuwirken, sagt Andrea Mereu, die Ausbildungsleiterin im Hotel Richtershof. Man müsse einfach breit gefächert denken, um stabil aufgestellt zu sein.

Andrea Mereu zieht eine positive Bilanz ihres ersten indonesischen Jahrganges, sieht aber auch noch Verbesserungsbedarf: "Gerade was die Vorerfahrungen der Bewerber angeht."

Projekt soll verbessert werden

Das sieht auch der Projektleiter und Lehrer Edmund Semler so, besonders im Hinblick auf die Sprache. In Zukunft sollen nur noch Indonesier nach Deutschland kommen, die die Sprache schon bis zu einem gewissen Grad beherrschten, sagt Semler.

"Außerdem wollen wir ein Casting vor Ort machen, wo wir uns dann die zukünftigen Azubis anschauen, sodass wir Leute finden, die Bock auf diesen Beruf haben und der Branche als Fachkraft erhalten bleiben", so der Projektleiter.

Indonesierin will reisen

Die Indonesierin Poibe Butarbutar will jetzt zunächst an der Mosel bleiben. Ihr Ziel, eine fremde Sprache in einem fremden Land zu lernen, hat sie erreicht, sagt sie. Ein anderes will sie langfristig weiterverfolgen: "Für mich war die Ausbildung in Deutschland erst mal ein Weg, aus Indonesien raus in die Welt zu kommen und um zu reisen."

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