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Mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen wegen der Corona-Pandemie wird seit heute in der Hopfenplantage von Andreas Dick in Holsthum der Hopfen hochgebunden.

Um diese Zeit sind normalerweise polnische Arbeiter auf der Hopfenplantage bei Bauer Dick. Seit 25 Jahren laufe das schon so. Doch dieses Jahr konnten die wegen der Corona-Beschränkungen nicht einreisen. Deshalb arbeiten nun, zum ersten Mal, Helfer aus der Region mit.

Andreas Dick sagte, diese habe er unter anderem über die Plattformen "Das Land hilft" und über Soziale Medien gefunden. Die Resonanz sei gut gewesen.

Vom Hörsaal auf die Hopfenplantage

Vom Studenten bis zur Gästeführerin. Sie alle hatten am Montag ihren ersten Tag. Robin ist Student und sitzt normalerweise im Hörsaal. Jetzt hockt er in der Hopfenplantage auf einem Kissen aus Stroh.

Vor ihm ein Hopfenstock – um die 100 Triebe kommen aus diesem Stock heraus. Angeleitet – also hochgebunden an den fast acht Meter hohen Drähten werden aber nur vier. Die anderen werden abgeschnitten. Für ihn kein Problem:

"Es ist kein Hexenwerk. Es gibt ein paar Dinge, auf die man achten muss, aber man hat das schnell raus. Dann muss man nicht mehr groß nachdenken".

Großes Interesse

Hopfenbauer Andreas Dick hat schon vor einigen Wochen begonnen, Helfer zu suchen. Und es haben sich fast 70 Leute gemeldet, sagt er. Es habe sogar Interessenten aus Berlin, Hamburg und München gegeben.

Arbeiten mit besonderen Hygienemaßnahmen

Die Helfer arbeiteten jetzt in zwei Schichten, immer fünf Stunden lang und zu Zeiten der Corona-Pandemie natürlich mit den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen, sagt Dick.

Wir haben Mindestabstand von drei Meter zwanzig. Jeder fährt mit seinem privaten PKW hin. Wir desinfizieren alle Sitzkissen und Werkzeuge. Jeder bekommt Handschuhe, die er jeden Tag wechseln kann.

Andreas Dick, Hopfenbauer

Jede Menge Arbeit

Insgesamt rund 100.000 Hopfenstöcke müssten in den nächsten 20 Tagen hochgebunden werden. Wenn es länger dauert, sei das auch in Ordnung, sagt der Hopfenbauer. Und wenn die Corona-Beschränkungen dann irgendwann mal gelockert werden, will er das feiern.

Da wird es ein schönes Familienfest geben mit allen, die geholfen haben und da freue ich mich jetzt schon drauf.

Andreas Dick, Hopfenbauer
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