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In der Region Koblenz müssen die Menschen wegen des vielen Wassers zwar noch mit Einschränkungen rechnen. Insgesamt sinken die Pegelstände von Mosel und Rhein allerdings bereits.

Am Mittelrhein hatte der Pegelstand am Donnerstagmorgen seinen Höhepunkt von 6,68 Metern, also etwa vier Meter über dem Normalwert, erreicht. Die Schiffe dürfen seit Mittwoch nur noch höchstens 20 Stundenkilometer und in der Mitte der Fahrrinne fahren. Das Meldezentrum meldete am Donnerstag für den gesamten Mittelrhein aber schon fallende Wasserstände.

Rheinland-Pfalz-Karte (Foto: SWR)

Die Koblenzer Feuerwehr baute bereits am Dienstag eine mobile Hochwasserschutzwand auf. Das Peter-Altmeier-Ufer wurde überschwemmt und gesperrt. Auch in Lahnstein wurden laut Stadtverwaltung vorsorglich mit dem Bau von Hochwasserstegen begonnen.

Auch Stabilisierung der Lage an der Mosel

Die Innenstadt von Cochem steht derzeit rund einen halben Meter unter Wasser, sagte ein Stadtsprecher. Auch die Bundesstraße 49, die durch den Ort führt, sei noch überflutet und daher gesperrt. Sobald das Wasser dort abgeflossen sei, müsse die Straße gereinigt werden. Das könne noch Zeit in Anspruch nehmen. "Wenn sich das Wetter nicht ändert, ist am Wochenende wieder alles so, als wäre nichts passiert", sagte der Sprecher.

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Teile der B42 und B49 sind wegen des Hochwassers an Rhein und Mosel allerdings noch gesperrt. Auch mehrere kleinere Straßen seien nach wie vor von Sperrungen betroffen, hieß es von der Polizei. Es gab zwar keine Zwischenfälle, jedoch massive Verkehrsbehinderungen, zum Beispiel rund um Koblenz.

Die aktuellen Pegelstände der Mosel finden Sie auf der Videotext-Seite 802

Erstmal kein starker Regen mehr

Das Hochwassermeldezentrum sagte für Freitag trockenes Wetter voraus. Am Samstag könne es nördlich der Mosel leicht regnen. "Ergiebigere und damit abflussrelevante Niederschläge sind im Rheineinzugsgebiet erst zum Sonntag hin zu erwarten", hieß es weiter.

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagte für die kommenden Tage ruhiges Wetter eher ohne Regen voraus. "Wir haben ein Hochdruckgebiet über ganz Deutschland", sagte ein Meteorologe am Donnerstagmorgen. "Daher sollte es vor Samstag keinen Regen geben." Dadurch wäre genug Zeit, dass die Pegelstände wieder sinken können. Zu Beginn der kommenden Woche sei allerdings wieder "unbeständiges und sehr mildes Wetter mit hohem Sturm- und Hochwasserpotenzial" in Deutschland zu erwarten.

Teilweise starke Überschwemmungen

Besonders der Kreis Trier-Saarburg war in den vergangen Tagen vom Hochwasser betroffen. In der Gemeinde Aach, die in der Nacht zum Dienstag überschwemmt worden war, hatte sich die Lage bereits am Mittwoch normalisiert. Der Bach habe am Vorabend abfließen können: Der Ort sei wieder frei von Wasser, sagte Ortsbürgermeisterin Claudia Thielen.

Und auch in anderen Orten sorgte das Hochwasser an der Mosel für Überschwemmungen: Schon am Dienstag stand das Wasser unter anderem in Kues und Zeltingen (Kreis Bernkastel-Wittlich) in den Straßen und flutete Keller. "Wir gehen davon aus, dass insgesamt mehrere hundert Gebäude entlang der Mosel betroffen sein werden", sagte ein Sprecher der Polizei in Bernkastel-Kues.

In etlichen Ortschaften wurden mobile Hochwasserschutzmauern montiert, beispielsweise in Oberbillig, Kesten und Lieser. Viele hundert Einsatzkräfte waren im Einsatz, um Straßen zu sperren, Autos abzuschleppen oder Gebäude abzusichern.

Überflutungen in Rheinland-Pfalz (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Harald Tittel)
In der Nacht zum Dienstag wurde ein Teil von Aach (Gemeinde Trier-Land) von einem Bach überschwemmt. Die Feuerwehr ist am frühen Morgen immer noch mit dem Abpumpen des Wassers beschäftigt. Harald Tittel Bild in Detailansicht öffnen
Offenstehende Ablussschächte sorgen in Aach in der Verbandsgemeinde Trier-Land für das Ablaufen der Wassermassen. picture alliance/Harald Tittel/dpa Bild in Detailansicht öffnen
So sieht es am Dientagmorgen an der Mosel aus: Der Fluss ist längst über die Ufer getreten. Der Pegelstand steigt immer noch weiter. Astrid Schuler Bild in Detailansicht öffnen
Hier geht nichts mehr: Viele Straßen wurden wegen Überflutung gesperrt. Astrid Schuler Bild in Detailansicht öffnen
In der Region Trier herrscht Ausnahmezustand. Eine überflutete Tankstelle. Astrid Schuler Bild in Detailansicht öffnen
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