STAND

Über die vor knapp einem Jahr eröffnete Hochmoselbrücke rollt deutlich weniger Verkehr als zuvor angenommen. Eine Verkehrszählung im September habe ergeben, dass die Brücke am Tag im Schnitt von 12.600 Fahrzeugen genutzt werde, teilte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) mit.

Eine Prognose von 2009 war für 2025 von gut 25.000 Fahrzeugen am Tag ausgegangen. Die Differenz zwischen Prognose und tatsächlichem Verkehr nur als Folge der Corona-Pandemie zu begründen, wäre "sachlich falsch", teilte eine Sprecherin des LBM mit.

Prognosen gingen von mehr Passagieren am Hahn aus

Man habe 2009 mit deutlich mehr Passagieren am Flughafen Hahn gerechnet, nämlich elf Millionen pro Jahr, so die Sprecherin. 2019 waren es aber nur 1,5 Millionen Passagiere am Hahn. Auch habe man damals angenommen, dass die Lücke der A1 zwischen Blankenheim und Daun geschlossen sei.

Es gebe aber sicherlich eine Phase der Eingewöhnung, bis Neubaustrecken bei allen Verkehrsteilnehmern auch wahrgenommen würden. Man gehe daher davon aus, dass der Verkehr auf der Hochmoselbrücke in den nächsten Jahren nach und nach zunehmen werde.

Video herunterladen (11,6 MB | MP4)

Hochmoselübergang hat rund 500 Millionen Euro gekostet

Am 21. November 2019 war die 1,7 Kilometer lange und bis zu 160 Meter hohe Hochmoselbrücke bei Zeltingen-Rachtig als Teil einer neuen rund 28 Kilometer langen Strecke der neuen Bundesstraße 50, die den Hunsrück mit der Eifel verbindet, für den Verkehr freigegeben worden. Die Kosten für den kompletten Hochmoselübergang belaufen sich auf 483 Millionen Euro. Die nächsten Verkehrszählungen werde es ab 2021 geben, teilte der LBM mit.

STAND
AUTOR/IN