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Am 3. November wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. Die Amerikanerin Heike Dani aus Laufersweiler im Hunsrück will diesmal nichts dem Zufall überlassen.

2016 ging Heike Dani zum ersten Mal seit Jahrzehnten nicht zur Wahl, weil sie weder Hillary Clinton noch Donald Trump gut fand. Darüber ärgert sich die pensionierte Angestellte des US-Militärs heute noch. Schon vor Wochen hat sie per Briefwahl für Joe Biden - oder vielmehr gegen Donald Trump gestimmt.

"Der Herr Trump ist meiner Meinung nach nicht mehr tragbar."

Amerikanerin Heike Dani aus Laufersweiler im Hunsrück

"Man muss sich als Amerikanerin und ehemalige US-Soldatin schämen für das, was Trump von sich gibt. Es ist Zeit, dass er geht. Das ist ein B-Promi, ein Reality-Showstar. Der soll wieder ins Fernsehen", so Dani im SWR.

"Werde immer auf Trump angesprochen"

Die 60-Jährige lebt seit Jahrzehnten in Deutschland und fühlt sich wohl hier. Aber sie hat es auch satt, immer wieder mit Trump in Verbindung gebracht zu werden, nur weil sie aus dem gleichen Land stammt. Sie werde oft auf Trump angesprochen. "Es ist peinlich zu erzählen, dass man Amerikanerin ist. Leider muss ich geradestehen für alles, was mein Land tut."

Dass Donald Trump ständig gegen die Briefwahl wettert und sie mit Wahlfälschung in Verbindung bringt, hält Heike Dani für ein Ablenkungsmanöver. In den US-Kasernen sei Briefwahl gang und gäbe, auch sie selbst wähle seit 40 Jahren per Briefwahl, so Dani. "Wenn das ein Problem gewesen wäre, dann hätte Trump vor vier Jahren etwas tun müssen und nicht jetzt wo er merkt, es könnte für ihn eng werden".

Keine Prognose für den Wahltag

Eine Prognose für den Wahlausgang traut sich Heike Dani nicht zu. Dafür sei das US-System mit seinen Wahlmännern zu unberechenbar. Die Hoffnung gibt sie aber nicht auf. Am Wahlabend erwartet sie eine Nachricht ihres Bruders, der gute Kontakte in Washington hat. "Ich kriege wahrscheinlich eine SMS mit dem Inhalt: Es ist vorbei!"

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