Der Birkenfelder Supermarktbesitzer Manuel Decker steht vor einem leeren Regal, in dem normalerweise Mehl steht. (Foto: SWR)

Hamsterkäufe im Supermarkt wegen Ukraine-Krieg

Sonnenblumenöl und Mehl sind in Birkenfeld teilweise ausverkauft

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Supermärkte in der Region Trier beobachten wieder Hamsterkäufe. Zu Beginn der Corona-Pandemie war Klopapier ausverkauft, jetzt hamstern einige Kunden Sonnenblumenöl und Mehl.

Supermarktbesitzer Manuel Decker und seine Kunden erleben in diesen Tagen ein Déjà-vu. Wie vor zwei Jahren, zu Beginn der Pandemie, sind manche Regale leer. Diesmal haben die Kunden es nicht auf Klopapier abgesehen, sondern auf Sonnenblumenöl und Mehl, sagt Decker.

"Das Hamstern geht wieder los."

Große Nachfrage nach Mehl und Öl

Decker wurde von der Nachfrage völlig überrascht. Mehl und Sonnenblumenöl sind restlos ausverkauft. Dabei wurden die Produkte bereits seit einigen Tagen rationalisiert. An den Regalen hängen Schilder, dass die Produkte nur in einer begrenzten Menge gekauft werden dürfen.

An einem Regal in einem Birkenfelder Supermarkt hängt ein Schild, das Kunden darauf hinweist, dass sie Mehl und Zucker nur in begrenzt Mengen kaufen können. (Foto: SWR)
An einem Regal in einem Birkenfelder Supermarkt hängt ein Schild, das Kunden darauf hinweist, dass sie Mehl und Zucker nur in begrenzt Mengen kaufen können.

"Wir haben jetzt die Bestellmengen erhöht und werden jetzt sehen, ob wir vom Großhandel überhaupt was geliefert bekommen", erklärt der Supermarktbetreiber. Er geht aktuell davon aus, dass dort noch Restbestände vorhanden seien. Wie es dann aber in ein paar Wochen weitergehe, sei unklar.

Konsumverhalten ändert sich

Decker hat eine Erklärung für den Speiseöl und Mehl-Boom: Die Verbraucher bekämen mit, dass die beiden Kriegsparteien Ukraine und Russland große Produzenten von Getreide und Sonnenblumenkernen seien und stockten ihre Vorräte auf. Der Krieg zwischen den Ländern habe dann Auswirkungen auf das Konsumverhalten der Kunden.

Für Decker ist nur schwer abschätzbar, wann die Situation sich wieder entspannt: "Der Krieg wird leider Gottes so schnell nicht enden. Das heißt, Russland wird weiter sanktioniert und die Felder in der Ukraine vermutlich nicht in gewohntem Umfang bestellt werden."

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