Eine Ampel vor dem Berliner Reichstagsgebäude, dem Sitz des Bundestags (Foto: dpa Bildfunk, Julian Stratenschulte)

"Zukunftsorientiert und modern"

Grüne und FDP aus der Vulkaneifel favorisieren Ampel-Koalition

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Was auf Landesebene funktioniert, kann auch auf Bundesebene gut laufen. Das ist die Meinung vieler Lokalpolitiker von FDP und Grünen in der Vulkaneifel. Das ergab eine SWR-Umfrage.  

Demnach sei eine Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen das Mittel der Wahl. Das ist auch eine deutliche Absage an eine große Koalition. Die wäre dann zwar rot-schwarz, statt schwarz-rot, doch große Chancen auf Veränderungen errechnen sich weder die FDP noch die Grünen aus der Vulkaneifel damit. Stattdessen rücken beide die rot-grün-gelbe Landesregierung als bewährtes Beispiel in den Fokus.

"Mainzer Ampel" als gutes Vorbild  

"Die Ampel wäre moderner und vielleicht auch bereit, in einigen Bereichen mehr Risiko einzugehen", so Joachim Kretzer von der FDP in Daun. "Im Landtag in Rheinland-Pfalz haben wir gesehen, dass die Ampel gut funktionieren kann. Bei der CDU herrscht zu oft die Einstellung, das haben wir immer schon so gemacht".

In Mainz gehe man sehr fair und pragmatisch miteinander um, heißt es auch von anderen FDP-Mitgliedern aus der Vulkaneifel. So etwas wünsche man sich auch auf Bundesebene.

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Soziale Fragen mit Ampel stärker im Fokus 

Auch bei den Grünen trifft das auf Zustimmung. "Ich glaube, mit einer Jamaika-Koalition würden wir nur Stillstand erreichen und eine große Koalition ist auf jeden Fall ein Schritt rückwärts", sagt auch Dietmar Johnen, der für die Grünen im Kreistag Vulkaneifel sitzt.

Inhaltlich gäbe es bei einer Zusammenarbeit mit der FDP natürlich einige Streitpunkte, besonders in sozialen Fragen. "Aber eine Koalition ist immer ein Kompromiss. Man muss eben schauen, mit welcher Gewichtung". Eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP würde soziale Gerechtigkeit in jedem Fall stärker in den Fokus rücken - das wünschen sich zumindest die Mitglieder der grünen Parteibasis.

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Jamaika-Koalition nicht ganz vom Tisch

Auch Ricarda Altert von der FDP-Fraktion in Gerolstein und Tim Steen von den Grünen tendieren zu einer Ampel, wollen aber eine Jamaika-Koalition nicht grundsätzlich ausschließen. Letztendlich gehe es auch darum, möglichst viele thematische Schwerpunkte im Koalitionsvertrag unterzubringen.

Dann müsse man eben schauen, ob die SPD oder die CDU die bessere Verhandlungsbasis biete, so Altert. Auch für Tim Steen von den Grünen ist der Koalitionspartner erstmal zweitrangig, solange nur endlich effektiver Klimaschutz umgesetzt werde.

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