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An der Grenze zu Luxemburg ist es im Laufe der vergangenen Woche deutlich ruhiger geworden. Von Freitagmorgen bis Samstagmorgen habe es laut Bundespolizei an den sieben Übergängen noch 120 Zurückweisungen gegeben. Die Kontrollen waren zur Corona-Abwehr verstärkt worden.

Zu Wochenbeginn waren es noch mehr als 500 Fälle pro Tag. Die Leute seien inzwischen gut informiert und verzichteten zudem auf Spaßfahrten, sagte der Sprecher der Bundespolizei. Auch die Zahl der noch zugelassenen Pendler sei deutlich zurückgegangen, weil immer mehr Menschen von zu Hause arbeiteten. In Rheinland-Pfalz sind an den Grenzen zu Luxemburg und Frankreich seit Montag vergangener Woche tausende Personen an einer Einreise nach Deutschland gehindert worden. Wer ohne triftigen Grund einreisen will, wird zurückgeschickt.

Polizeikontrolle auf der Autobahn (Foto: SWR)
Die Bundespolizei kontrolliert am Markusberg bei Trier

Triftiger Grund für Einreise erforderlich

Deutsche, ausländische Mitbürger mit Wohnsitz in Deutschland, der Pendlerverkehr und der Warenverkehr dürfen laut Bundespolizei einreisen. Bei allen anderen Verkehrsteilnehmern wird nach dem Grund der Einreise gefragt. Nur wer einen wichtigen Grund hat, beispielsweise einen Arzt -oder Gerichtstermin, darf einreisen. Alle anderen werden zurückgeschickt.

Wenn die Polizisten den Verdacht haben, dass jemand erkältet ist oder mit dem Coronavirus infiziert sein könnte, informieren sie das Gesundheitsamt. Alle weiteren Maßnahmen werden dann von den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes getroffen.

Vor allem Berufspendler betroffen

In der Region Trier müssen vor allem Berufspendler wegen der verschärften Kontrollen mehr Zeit einplanen. Dies gilt besonders abends und morgens, bei der Ein -und Ausreise. Deutsche, die in Luxemburg arbeiten, sollten sich außerdem eine Bescheinigung zum Grenzübertritt bei ihrem Arbeitgeber besorgen. Dieser soll sie ausfüllen und unterschreiben. Wie lange die Kontrollen durchgeführt werden, ist noch unklar, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Auch die Luxemburger haben verstärkte Grenzkontrollen angekündigt.

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