Kontaktnachverfolgung in einem Gesundheitsamt. Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen sind Gesundheitsämter in mehreren deutschen Städten wieder überlastet. (Foto: dpa Bildfunk, Waltraud Grubitzsch)

Aufwändige Kontaktnachverfolgung

Gesundheitsämter in der Region Trier wegen Corona überlastet

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Die Gesundheitsämter in der Region Trier sind an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Immer mehr Kontaktnachverfolgungen nach Corona-Infektionen bringe sie personell ans Limit.

Die Gesundheitsämter in Trier und in Bitburg sagten, man arbeite wegen der deutlich angestiegenen Neuinfektionen und der aufwändigen Personennachverfolgung auch am Wochenende an der Belastungsgrenze. Daher habe sowohl der Kreis Trier-Saarburg als auch der Eifelkreis Bitburg-Prüm Amtshilfe durch die Bundeswehr angefordert. Ähnlich äußerte sich der Kreis Birkenfeld. Das Gesundheitsamt sei sehr stark belastet.

Amtshilfe der Bundeswehr angefordert

Und auch ein Sprecher der Verwaltung im Kreis Bernkastel-Wittlich teilte mit, dass vor allem Infektionen in Schulen und Kitas zu deutlich mehr Arbeit führten. Das Gesundheitsamt überlege zumindest, wieder die Hilfe der Bundeswehr in Anspruch zu nehmen. Schon zu Wochenbeginn hatte der Kreis Vulkaneifel bekannt gegeben, dass das Personal wegen der Corona-Pandemie überlastet sei.

Nur noch mit Symptomen testen?

Der Leiter des Gesundheitsamtes Daun fordert, sich bei den Tests nur noch auf Menschen mit Symptomen zu konzentrieren. Es sollten nicht mehr alle Kontaktpersonen getestet werden - das sei wegen der hohen Impfquote möglich. Auch das Gesundheitsamt in Bitburg teilte mit, man erwarte vom RKI neue Vorgaben zur Kontatknachverfolgung. Dabei sollte die Impfquote einbezogen werden. Bis dahin setze man die Vorgaben von Bund und Land um.

Gesundheitsamt setzt auf Eigenverantwortung

Das Gesundheitsamt Birkenfeld weist unterdessen darauf hin, dass sich Corona-Infizierte eigenverantwortlich und direkt in Quarantäne begeben sollen. Außerdem sollen die Kontaktpersonen informiert und an das Gesundheitsamt gemeldet werden. Wie der Landkreis im sozialen Netzwerk Facebook mitteilte, kann das Gesundheitsamt Birkenfeld wegen der enorm gestiegenen Corona-Fallzahlen nicht mehr sicherstellen, dass jeder positiv Getestete telefonisch durch das Gesundheitsamt kontaktiert werde.

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