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Die Bundesnotbremse zwingt die Gastronomen im Kreis Trier-Saarburg, ihre Stühle hochgestellt zu lassen. Besonders bitter dabei: Im Nachbarland Luxemburg ist die Außengastronomie geöffnet.

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Dieses Wochenende hat sich Reza Deghdar anders vorgestellt. Seine Moselterrasse liegt in Oberbillig direkt an der Mosel. Normalerweise wäre hier einiges los. Doch es sind keine Gäste da.

Inzidenz in Luxemburg höher als in Deutschland

Während gegenüber in Luxemburg bei einer Inzidenz um 200 die Außenbistros aufhaben, musste Reza Deghdar seinen Laden bei halb so hohen Werten im Kreis Trier-Saarburg dichtmachen.

"Ich bin sehr verärgert, dass die Kollegen drüben aufhaben und wir müssen schließen, weil immer noch im Außenbereich die Gefahr weniger ist als im Innenberereich."

Reza Deghdar, Gastronom in Oberbillig (Kreis Trier-Saarburg)
Die Außengastronomie auf der deutschen Seite der Mosel ist geschlossen ... (Foto: SWR, Franziska Wonnebauer)
Die Außengastronomie auf der deutschen Seite der Mosel ist geschlossen ... Franziska Wonnebauer
... während auf der anderen Seite der Mosel in Luxemburg die Terrassen voll sind. (Foto: SWR, Franziska Wonnebauer)
... während auf der anderen Seite der Mosel in Luxemburg die Terrassen voll sind. Franziska Wonnebauer

Außengastronomie in Luxemburg ohne Corona-Test

Nur wenige Minuten entfernt von Oberbillig liegt der luxemburgische Ort Grevenmacher. Seit dem 7. April darf die Außengastronomie dort öffnen. Ohne Test, nur Maske und Abstand. Im Bistro du Quai kann Marco Sartisson über Andrang nicht klagen.

"Dass wir wir hier öffnen dürfen, ist ja schon mal ein Vorteil für uns und die deutschen Gäste nutzen das natürlich auch aus."

Marco Sartisson, Bistro du Qua in Grevenmacher (Luxemburg)

Viele Deutsche fahren nach Luxemburg

Viele Deutsche haben sich unter die luxemburgischen Bistrobesucher gemischt. Nicht nur vom gegenüberliegenden Moselufer kommen sie. Sogar aus Köln sind einige angereist. "Ich bin einfach super glücklich, dass ich hier sein darf und es genießen kann", sagt ein Gast aus Deutschland.

Blickt neidisch auf die andere Seite der Mosel: Gastronom Reza Deghdar aus Oberbillig im Kreis Trier-Saarburg. (Foto: SWR, Franziska Wonnebauer)
Blickt neidisch auf die andere Seite der Mosel: Gastronom Reza Deghdar aus Oberbillig im Kreis Trier-Saarburg. Franziska Wonnebauer

Reza Deghdar am deutschen Moselufer kann von einer so vollen Terrasse nur träumen und auf eine niedrigere Inzidenz im Kreis Trier-Saarburg hoffen. Erst wenn die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert von 100 unterschreitet, darf die Notbremse wieder gelockert werden.

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