Eine Rebe , die in der Weinlage Erdener Treppchen in Herzform gebunden ist (Foto: SWR)

Frühlingserwachen an der Mosel

Die 5 größten Gefahren für den Weinberg

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Die immer milder werdenden Temperaturen gefallen nicht nur uns, sondern auch den Reben. Denn dort beginnt nach der Winterruhe das Wachstum. Doch damit drohen auch Gefahren.

Wer derzeit in die Weinberge an Mosel, Saar und Ruwer blickt, dem bietet sich ein eher kahles Bild. Wer aber näher rangeht und genauer hinschaut, entdeckt jedoch, dass die Reben nach dem Winter nach und nach erwachen.

Riesling-Reben in Drahterziehung - Triebe der Reben sind an einem Draht befestigt (Foto: SWR)
Rieslingreben in der Weinlage Erdener Treppchen.

Im Weinberg von Winzer Kilian Schmitges aus Erden (Kreis Bernkastel-Wittlich) ist das deutlich zu sehen. Zahlreiche Riesling-Reben stehen dort jeweils etwa einen Meter voneinander entfernt in der Weinlage Erdener Treppchen. Von jeder Rebe geht jeweils ein langer Trieb ab, der an einem Draht festgebunden ist.


Spannende Zeit für Winzerinnen und Winzer

An den Trieben der Reben sind bis zu zehn Knospen zu sehen, aus denen teilweise schon kleine, zarte Blätter herauswachsen. Austrieb nennt sich das und für den Winzer beginnt damit eine spannende Zeit. Denn alles, was ab jetzt an der empfindlichen Rebe passiert, wirkt sich auf das spätere Traubenwachstum aus.

Die Natur bleibt unberechenbar

Wer als Winzer arbeitet, der arbeitet mit der Natur und kann sie dementsprechend nicht beeinflussen. Während die Reben vor tierischen Schädlingen und Pilzkrankheiten zwar mit Pflanzenschutzmitteln bewahrt werden können, ist und bleibt das Wetter ein großes Risiko.

Kilian Schmitges hat sich trotzdem bewusst für ein Leben als Winzer entschieden. Auch weil ihm die Landschaft für die Kulturlandschaft Mosel so am Herzen liegt.

Eine Rebe treibt aus - erste Blätter wachsen aus der Knospe (Foto: SWR)
Aus den Knospen der Riesling-Reben, wachsen bereits erste Blätter.

"Wenn jeder ein bisschen von den Weinbergen übernimmt und dazu beiträgt, dass die Weinberge bewirtschaftet werden, können wir die Kulturlandschaft beibehalten."

Winzer freut sich schon auf 2021er Jahrgang

Jungwinzer Schmitges liebt seinen Job und hofft nun wie viele andere auf milde Temperaturen ohne Unwetter. Auch wenn es mit all der Arbeit, die den Winzerinnen und Winzern nun in den Weinbergen bevorsteht, ein steiniger Weg ist: Er kann es kaum erwarten, bis der 2021er Riesling in der Flasche ist.

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Es braucht einige Jahre, bis sich der Wein richtig entwickelt, sodass man jetzt schon planen müsste, was man pflanzt, um dann in 20 Jahren den entsprechenden Wein zu bekommen.

Aber es ist richtig, wenn hier die Sommer wärmer werden und man hier andere Weinreben anpflanzen würde, die besser an die Temperatur angepasst sind, könnte das natürlich für andere Weine sorgen. Und im Mittelmeerraum gibt es so viel Sonne und so viel Wärme, dass die Weine immer schwerer werden. {...}  mehr...

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