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Friseure gehören mit zu den großen Verlierern der Corona Krise. Nach dem Bund-Länder-Gipfel gibt es aber einen Hoffnungsschimmer - zum 1. März dürfen Friseure wieder öffnen.

Seit Mittwoch sind die Sorgenfalten von Landesinnungsmeister Guido Wirtz etwas weniger tief. Der Friseurmeister aus Körperich und 200 weitere Betriebe aus der Region Trier dürfen bald endlich ihren Kunden bald wieder die Haare schneiden.

30 Prozent aller Betriebe von Insolvenz bedroht

Mehr als ein halbes Jahr ohne Kunden - das hat viele Betriebe auch in der Region Trier in finanzielle Bedrängnis gebracht. Die Befürchtung: rund 30 Prozent aller Friseurbetriebe könnten das kommende Frühjahr finanziell nicht überleben. Die zwei Lockdowns hätten zu große Löcher in die Kassen gerissen, so der Landesverband.

Hygienekonzept hat sich bewährt

Natürlich müssten am 1. März wieder strenge Hygienestandards eingehalten werden. Nach Einschätzung des Landesinnungsmeisters gibt es vermutlich keine großen Unterschiede zu dem bisherigen Hygienekonzept.

"Wir hatten ja schon vorher ein sehr gutes Hygienekonzept zum Schutz unserer Kunden und Mitarbeiter. Das hat sich in der Vergangenheit auch bewährt. Wir hatten ja kaum Infektionen im Friseurhandwerk."

Guido Wirtz, Friseurmeister aus Körperich

Einige Kunden sind nach Luxemburg abgewandert

Bei aller Freude über die Öffnungsperspektive. Die vergangenen Monate hätten dem Friseurhandwerk aus der Region Trier nicht nur finanziell geschadet: Einige Kunden seien mittlerweile nach Luxemburg abgewandert, wo die Salons seit längerer Zeit öffnen dürfen. Außerdem gingen Kunden verloren, weil sie sich die Haare von Leuten schneiden ließen, die schwarz arbeiteten.

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