Flughafen Hahn: Manager sollen Geld aus Parkautomaten unterschlagen haben (Foto: SWR, Sebastian Grauer)

Untreue-Ermittlungen am Hunsrück-Flughafen

Hahn: Manager sollen Geld aus Parkautomaten unterschlagen haben

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Bei den Untreue-Ermittlungen am Flughafen Hahn soll es auch um Einnahmen aus Parkautomaten gehen. Die Beschuldigten sollen die Geräte geleert und das Geld für private Zwecke verwendet haben.

Die Szenerie erinnert an einen Gangsterfilm: Manager des Flughafens Hahn sollen Parkautomaten erst geleert, das Geld in den Kofferraum gepackt und weggebracht haben. So heißt es aus Flughafenkreisen.

Zudem soll es zu Unstimmigkeiten bei der steuerlichen Abrechnung von Dienstwagen gekommen sein. Entsprechende Informationen liegen dem SWR vor. Unter den Beschuldigten sollen nach SWR-Informationen mindestens zwei frühere Manager des Flughafens sein.

Ermittlungen am Hahn wegen Untreue und Subventionsbetrug

Die Staatsanwaltschaft Koblenz will sich dazu nicht äußern. Die Behörde hatte vergangene Woche Details zu ihren Ermittlungen am Hahn mitgeteilt, die schon länger als ein Jahr laufen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird gegen vier Beschuldigte am Flughafen Hahn wegen des Verdachts der bandenmäßigen Untreue und des Subventionsbetrugs ermittelt.

Im Visier sei außerdem ein Geschäftspartner. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, handelt es sich bei den Männern um Verantwortliche von insgesamt sechs Unternehmen, die am Flughafen Hahn tätig waren.

Mit Blick auf fünf Firmen bestehe zudem bei drei Beschuldigten der Anfangsverdacht der Insolvenzverschleppung im Sommer und Herbst 2021.

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Insolvenzverfahren: Frist für Angebote läuft ab

Kaufinteressenten für den Flughafen Hahn sollen bis Mittwoch Angebote einreichen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner hat die Frist gesetzt. Plathner hatte immer wieder von einem regen Interesse gesprochen. Viel dürfte man nach Ablauf der Frist allerdings nicht erfahren.

Plathner hat mehrfach betont, dass er keine Zwischenstände nennen wird. Auch wie viele Angebote eingegangen sind, dürfte damit zum jetzigen Zeitpunkt nicht offiziell bekannt werden. Der Betriebsrat am Flughafen spricht von "interessanten möglichen Investoren". Es gebe Interessenten dafür, den Flughafen weiter zu betreiben, aber auch dafür, Gewerbeflächen zu entwickeln.

Betriebsrat am Flughafen Hahn vorsichtig optimistisch

Der Betriebsrat fordert, der Flugbetrieb müsse weiter gehen. Nur so könnten die zahlreichen Arbeitsplätze erhalten werden. Ein Sprecher des Betriebsrates sagte, dass die Stimmung im Unternehmen derzeit zwar angespannt sei, es aber auch Hoffnung gebe. Er gehe davon aus, dass genug Geld da sei, um den Betrieb bis zu einem Verkauf aufrecht zu erhalten.

Der Insolvenzverwalter will in den kommenden Tagen verkünden, ob die Gehälter der rund 400 Angestellten für Februar gezahlt werden können. Zuletzt hatte sich der vorläufige Insolvenzverwalter zuversichtlich gezeigt.

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