Benedikt Adam ist Feuerwehrmann und hat bei Newel einen bewusstlosen Mann aus dessen Ato gerettet (Foto: SWR, Andrea Meisberger)

Jede Minute zählt

Feuerwehrmann aus Trier rettet bewusstlosen Autofahrer bei Newel

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Benedikt Adam rettet einen bewusstlosen Mann aus dessen Auto. Jede Minute habe gezählt, sagt er.

Es sollte eigentlich nur eine kurze Fahrt zu seinem Onkel werden, erzählt Benedikt Adam. Als er dann auf der B51 die Ausfahrt Newel abfahren wollte, hatte sich dort ein großer Rückstau gebildet. Zuerst sei er von einem Auto mit Panne ausgegangen, doch dann habe er gesehen, wie der Fahrer des Autos bewusstlos hinter dem Steuer saß.

Feuwehrmann aus Trier rettet Autofahrer in der Nähe von Newel (Foto: Steil TV)
Benedikt Adam erzählt, dass er glücklicherweise Werkzeug in seinem Auto dabei gehabt habe, um die Scheibe des Autos einzuschlagen. Anders hätte es schwierig werden können, den Mann aus dem Auto zu retten. Steil TV

"Ich habe da einfach nicht mehr nachgedacht. Ich war wie in einem Tunnel. Durch meine Ausbildung bei der Feuerwehr wusste ich, was zu tun ist."

Aber das Auto habe sich nicht öffnen lassen. Glücklicherweise habe er Werkzeug dabei gehabt, um die Scheibe des Wagens einzuschlagen, erzählt der ausgebildete Feuerwehrmann. Mit einem weiteren Mann, der auch angehalten hatte, hätten sie den bewusstlosen Fahrer aus dem Auto gehoben und versucht, ihn wiederzubeleben.

Kein normaler Einsatz für den Feuerwehrmann aus Trier

Benedikt Adam ist seit 2018 bei der Berufsfeuerwehr in Trier. Normalerweise habe er bei Einsätzen sein Equipment dabei, um den Menschen möglichst schnell zu helfen, sagt er. Das sei diesmal anders gewesen. Ihm sei nur die Erste Hilfe geblieben.

Feuwehrmann aus Trier rettet bewusstlosen Fahrer bei Newel aus dessen Auto (Foto: Steil TV)
Benedikt Adam ist auch dem anderen Ersthelfer sehr dankbar. Denn dieser hatte den Notruf gewählt, sodass die Rettungskräfte schnell vor Ort waren. Steil TV

"Angst hat man in dem Moment nicht. Aber man macht natürlich alles entgegen der Angst und versucht, das Beste rauszuholen und den Mann zurück ins Leben zu holen."

Hilfe leisten kann jeder

Einige Autofahrer seien auch einfach vorbeigefahren und hätten nicht reagiert. Das sei aber genau der falsche Weg, sagt Benedikt Adam.

"Helfen kann jeder. Das einzige, was man in so einer Situation falsch machen kann ist, nichts zu tun. Ich habe nur das gemacht, was ich gelernt habe und was jeder in einem Erste-Hilfe-Lehrgang lernt. Ich finde, das hätte eigentlich jeder machen sollen oder müssen."

Denn einen Notruf absetzen könne jeder, sagt er. Dafür müsse man kein Feuerwehrmann oder Rettungssanitäter sein. Denn in solchen Situationen zähle jede Minute.

Außerdem appelliert er an alle, deren Erste Hilfe-Kurs schon eine Weile her ist. Es sei durchaus sinnvoll, diesen in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

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