Bernd Becker und Marco Monshausen von der Freiwilligen Feuerwehr in Trier-Irsch sind wegen der vielen Wald-und Wiesenbrände derzeit im Dauereinsatz.  (Foto: SWR)

Viele Feuer wegen großer Hitze

Feuerwehr Trier-Irsch: "Die Taktung der Hitze-Einsätze ist extrem" 

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AUTOR/IN
Solveig Naber

Die Feuerwehren in der Region sind derzeit im Dauereinsatz wegen zahlloser Wald- und Wiesenbrände. Die Belastung steigt - auch bei der Freiwilligen Feuerwehr in Trier-Irsch.

Brandalarm rund um die Felder von Korlingen, Pluwig und Trier-Zewen. Das waren die Einsatzorte nur der vergangenen Tage der Freiwilligen Feuerwehr in Irsch, einem Höhenstadtteil von Trier.

Fast täglich rückt die Mannschaft um Wehrführer Bernd Becker und seinen Kollegen Marc Monshausen aus, um solche Vegetations- und Flächenbrände zu löschen.

"Man merkt das in diesem Jahr ganz extrem. Das ist mehr geworden. Die Taktung der Einsätze ist sehr, sehr hoch."

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Viele Einsätze für die Feuerwehr: "Das schlaucht einen auch"

Dass es im Sommer immer vermehrt zu Wald- und Wiesenbränden kommt, sei normal und darauf sei man natürlich eingestellt, sagen Becker und Monshausen.

Aber die Häufigkeit und die Heftigkeit der Feuer ist schon ungewöhnlich, sagen beide. Die Trockenheit belastet zunehmend Mensch und Natur.

"Das schlaucht auch. Gerade, wenn die Einsätze in den Abendstunden sind. Dann kommst du nachts heim und am nächsten Morgen geht’s wieder zur Arbeit."

Güsterzug löst rund um Trier mehrere Flächenbrände aus. (Foto: Presseamt Stadt Trier/ Michael Schmitz, Ernst Mettlach)
Ein Güterzug hat zwischen Trier-Zewen und Trier-Euren mehrere Flächenbrände ausgelöst. Wegen eines defekten Rads seien Funken geflogen, heißt es von der Stadt. Presseamt Stadt Trier/ Michael Schmitz, Ernst Mettlach Bild in Detailansicht öffnen
Insgesamt waren nach Angaben der Stadt rund 80 Feuerwehrleute im Einsatz. Presseamt Stadt Trier/ Michael Schmitz, Ernst Mettlach Bild in Detailansicht öffnen
Der Zug habe außerdem Gefahrenstoffe geladen gehabt, so die Stadt Trier. Allerdings seien diese nicht im Wagon mit dem defekten Rad geladen gewesen, sodass davon keine Gefahr ausgegangen sei. Presseamt Stadt Trier/ Michael Schmitz, Ernst Mettlach Bild in Detailansicht öffnen
Die Strecke war während des Einsatzes rund eine Stunde gesperrt. Presseamt Stadt Trier/ Michael Schmitz, Ernst Mettlach Bild in Detailansicht öffnen

Arbeitgeber unterstützen Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr

37 freiwillige Feuerwehrfrauen und -männer gehören zum Löschzug Trier-Irsch. Die meisten von ihnen sind berufstätig und haben Familien.

Viele Arbeitgeber unterstützen ihre Mitarbeiter, die bei der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz sind, sagt Wehrführer Becker. Da würden Dienstpläne schon mal umgestellt, damit derjenige, der im Einsatz war, am nächsten Tag frei bekomme.

Da habe sich bei den Arbeitgebern in den letzten Jahren viel getan, so Becker. Auch dass die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr zunehmend wertgeschätzt werde.

Leistungsgrenze bei den Feuerwehren bald erreicht

Bleibt die Lage wegen der anhaltenden Trockenheit so angespannt, könnte die Situation bald schwieriger werden. Die technische Ausstattung sei sehr gut, die Mannschaft motiviert und genug Personal hätten sie auch. Da gebe es keine Probleme, ist sich Wehrführer Becker sicher.

Hält die hohe Taktung der Einsätze wegen der Hitze aber an, würden auch sie wohl in einigen Wochen an ihre Leistungsgrenze kommen.

"Wir hoffen wirklich, dass es in nächster Zeit mal regnet und es dann mal wieder etwas ruhiger wird."

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