Der mutmaßliche Amokfahrer vor dem Trierer Landgericht (Symbolbild) (Foto: SWR)

Frau leidet bis heute an den Folgen

Amok-Prozess Trier: Erstes Opfer der Amokfahrt sagt als Zeugin aus

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Im Prozess um die Trierer Amokfahrt hat jetzt die Frau als Zeugin ausgesagt, die als erste vom mutmaßlichen Täter angefahren wurde. Bis heute leidet sie an den Folgen der Tat.

Die 66-Jährige schilderte vor dem Trierer Landgericht den Moment, als der mutmaßliche Amokfahrer beschleunigte und in die Trierer Fußgängerzone hineinfuhr. Dabei sei sie vom Fahrzeug erfasst und zur Seite geschleudert worden.

An den Aufprall selbst könne sie sich nicht mehr erinnern. Schwer verletzt wurde sie nicht.

Zeugin beobachtete die Amokfahrt

Vor Gericht beschrieb die Frau, wie sie verletzt am Boden liegend die weitere Amokfahrt beobachtet habe. Sie erzählte, wie der mutmaßliche Amokfahrer nach dem Zusammenstoß gezielt auf eine andere Frau zugefahren sei und sie umgefahren habe. Dieses Geräusch werde sie nie vergessen, sagte die 66-Jährige.

"Das war so ein 'Plopp'. Und wenn es regnet und der Regen von der Rinne tropft, erinnert mich das an dieses Geräusch. Dann kommen die Bilder."

Nachdem der Fahrer die erste Frau überfahren habe, sei er weiter gefahren und habe wieder jemanden angefahren, sagte die Zeugin aus.

Frau leidet unter den Folgen der Amokfahrt in Trier

Noch immer leide sie unter den Folgen der Tat. Sie leide an Schlafstörungen, könne nicht mehr in die Innenstadt gehen und selbst kleinste Geräusche erinnerten sie an den Tag.

Bei der Amokfahrt in Trier waren am 1. Dezember 2020 fünf Menschen getötet und viele weitere zum Teil schwerst verletzt worden. Seit dem 19. August steht ein 52-Jähriger als mutmaßlicher Täter vor Gericht. Dem Mann wird fünffacher Mord und versuchter Mord in 18 weiteren Fällen vorgeworfen.

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