Vanessa Grässer steht auf dem Trittbrett des Müllwages  (Foto: SWR)

Job mit Vorbildfunktion

Erste Frau bei Trierer Müllabfuhr im Dienst

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AUTOR/IN
Lena Bathge

Vanessa Grässer ist allein unter Männern, denn: Sie ist die erste Frau bei der Trierer Müllabfuhr. Seit Anfang September ist sie im Dienst. Und es zeigt sich: Sie ist ein Vorbild.

Wenn Vanessa Grässer früh morgens ihren Arbeitstag beginnt, liegen die meisten Trierer Bürger noch friedlich schlummernd im Bett. Es ist 5.30 Uhr. Im Internet hatte die 31-Jährige gesehen, dass der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier, ART, eine freie Stelle hat. "Da hab ich mich beworben und es hat direkt geklappt. Jetzt schaffe ich seit dem ersten September bei der ART", erzählt Grässer.

Schaffen und anpacken - das kann Grässer, hat sie doch vorher als Bauhelferin gearbeitet. Dagegen seien die körperlichen Herausforderungen bei der Müllabfuhr für sie ein Kinderspiel.

Eigene Umkleide für die erste Frau der Trierer Müllabfuhr

Sie hat ihre eigene Umkleide in einem Gebäude der Stadt Trier. Dort machen sich eigentlich die Mitarbeiterinnen der Stadtreinigung für ihre Arbeit fertig. Weil Vanessa Grässer die erste Frau im Dienste der Trierer Müllabfuhr ist, gab es bisher keine Umkleiden für weibliche Mitarbeiterinnen. Darum ist sie dort untergebracht.

Offizieller Jobtitel: Müllwerkerin

Das Wort "Müllmann" kommt fast unweigerlich in den Kopf, wenn man an Abfallwirtschaft denkt. Dabei ist auch dieser Beruf längst nicht mehr auf das männliche Geschlecht beschränkt. Auch die ART sucht bei der Neubesetzung von Stellen nach einer vielfältigen und bunten Gruppe Menschen, bestätigt eine Sprecherin. In ihren Jobanzeigen steht es drin: m/w/d - männlich, weiblich, divers. Vanessa Grässers offizieller Titel ist Müllwerkerin. Sie will aber noch mehr.

Lizenz zum gewerblichen Fahren von Lkw fehlt noch

Einen Lkw-Führerschein hat Grässer schon durch ihren vorherigen Job. Einzig die Schlüsselzahl 95 fehlt ihr noch auf der Rückseite des Führerscheins. Diese zeigt an, dass sie eine Weiterbildung für das gewerbliche Fahren eines Lastkraftwagens gemacht hat.

"Ich will die Böcke auch selber fahren."

Wie lange sie die einzige Frau der Trierer Müllabfuhr bleibt, kann sie natürlich nicht sagen, vermutet aber, dass schon bald weitere Kolleginnen folgen könnten.

Ein Vorbild für andere Frauen

Der Grund für ihre Vermutung: Auf Facebook hat Grässer eine Nachricht von einer anderen Frau bekommen, die auch Interesse an dem Job hätte. "Sie hat gefragt, was sie in die Bewerbung schreiben soll, damit es auch klappt", erzählt die 31-Jährige. Man solle sich nicht abschrecken lassen, schon gar nicht von den körperlichen Herausforderungen. "Man ist eigentlich immer im Team unterwegs, da hilft man sich gegenseitig aus", sagt Grässer und will ermutigen: "So richtig Tipps geben kann ich zwar nicht, aber: Bewerbt euch! Bei mir hat es schließlich auch geklappt."

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