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In Salmtal (Kreis Bernkastel-Wittlich) zeichnet sich ein Kompromiss im Streit um die geplante neue Stromtrasse zwischen Koblenz-Metternich und Niederstedem in der Eifel ab.

Nach einem Treffen der Bürgerinitiative "Salmtal unter Hochspannung", der Verbandsgemeinde Wittlich-Land sowie des Netzbetreibers Amprion seien die Beteiligten aufeinander zugegangen, so ein Sprecher der Verbandsgemeinde.

Trasse könnte versetzt werden

Die Bürgerinitiative fordert, die geplante Trasse um 400 Meter zu versetzen. Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land unterstützt diese Forderung. Der Netzbetreiber Amprion habe sich nach einem langen Gespräch bei einer Begehung kürzlich offener gezeigt, sagte Verbandsbürgermeister Dennis Junk (CDU).

Nun würde die Gemeinde noch die Zustimmung von rund 50 Anwohnern einholen, über deren Grundstücke die Stromleitung bei einer Versetzung verlaufen würde. In etwa vier Wochen soll die Entscheidung dann an die RWE-Tochter Amprion weitergeleitet werden.

Ein Sprecher des Netzbetreibers sagte dem SWR, man sei kompromissbereit, solange es rechtlich machbar sei. Derzeit werde noch geprüft, ob durch die Verschiebung der Trasse die Natur nicht unnötig belastet werde.

Unterschriftenliste mit mehr als 600 Unterschriften

Die Gemeinde Salmtal hatte sich unter anderem mit einer Unterschriftenliste mit mehr als 600 Namen gegen den Ausbau der Hochspannungsleitung am Ortsrand gewehrt. Ziel der Gemeinde sei es, die Planungen für die Hochspannungsleitung so zu ändern, dass die Leitungen mindestens 400 Meter entfernt von den ersten Häusern in Salmtal verlaufen. Momentan sei ein Abstand von 100 Metern geplant.

Die RWE-Tochter Amprion will die bereits bestehende Leitung, die quer durch die Eifel führt, erweitern. Dort soll künftig Strom mit deutlich höherer Spannung transportiert werden können. Die Anwohner in der Nähe der Trasse befürchten, dass eine solche Leitung gesundheitsschädlich sein kann.

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