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Vor einem Jahr wurde das Coronavirus plötzlich Thema in der Region Trier. Am 26. Februar 2020 wurde am Bahnhof Idar-Oberstein ein Zug angehalten, weil ein Passagier über Corona-Symptome klagte - die Gefahr war plötzlich ganz real.

Karneval feiern, Fußball im Stadion schauen, einkaufen ohne Masken. All das war Ende Februar 2020 noch möglich. Dennoch waren Mediziner und Politiker bereits alarmiert, denn das aus China stammende Coronavirus breitete sich auch in Europa aus.

In Idar-Oberstein wurde vor einem Jahr ein Zug gestoppt, in dem ein Passagier saß, der Symptome hatte, die auf eine Corona-Infektion passen. (Foto: SWR)
In Idar-Oberstein wurde vor einem Jahr ein Zug gestoppt, in dem ein Passagier saß, der Symptome hatte, die auf eine Corona-Infektion passten.

Entsprechend vorsichtig reagierten Mediziner, wenn Menschen Symptome aufwiesen, die auf eine Coronavirus-Infektion hindeuteten. Das war auch so, als in Idar-Oberstein ein Zug gestoppt wurde, der auf dem Weg von Frankfurt nach Saarbrücken war. Ein Passagier klagte über Symptome, die zu einer Infektion mit dem Coronavirus passten.

Schreckmoment für den Oberbürgermeister

Das Thema war plötzlich ganz real, erinnert sich der Oberbürgermeister von Idar-Oberstein, Frank Frühauf (CDU), der zu diesem Zeitpunkt eine Stadtratsitzung leitete.

"Auf einmal stand die Polizei in unserem Sitzungssaal und hat gemeint, ob der Oberbürgermeister mal kurz rauskommen könnte", erinnert sich Frühauf. Die Polizei habe ihm dann mitgeteilt, dass ein Zug in Idar-Oberstein gestoppt wurde - mit einer Person mit Verdacht auf Covid-19. "Im ersten Moment gingen bei mir alle Alarmglocken an."

Ein Schreckmoment für den Oberbürgermeister. Frank Frühauf wusste genau, welche Folgen die Nachricht hatte. Damals habe man bereits gewusst, dass Covid-Verdachtsfälle schnell isoliert werden müssen.

"Das war immer sehr weit weg gewesen, wenn man das in den Medien verfolgt hat. Das wird einem total präsent auf einmal, wenn das Ganze so nah ist."

Frank Frühauf (CDU), Oberbürgermeister Idar-Oberstein

Entwarnung einen Tag später

Doch zum Glück habe alles reibungslos funktioniert, auch dank der Einsatzkräfte, die professionell mit der Situation umgegangen seien, so Frühauf. Einen Tag später kam dann die Entwarnung - der Passagier wurde negativ auf das Coronavirus getestet. Er konnte wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Wenige Tage später gab es dann aber tatsächlich den ersten Fall in der Region Trier - im Eifelkreis Bitburg-Prüm.

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