STAND

Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr soll die Wiederaufnahme des Bahnbetriebs auf der Eifelquerbahn prüfen. Das hat der Kreistag des Vulkaneifelkreises am Montagabend beschlossen.

Dazu regte der Kreistag eine Arbeitsgruppe der Kommunen an, die an der Bahnstrecke zwischen Gerolstein und Kaisersesch liegen. Hintergrund sind neue Förderrichtlinien des Bundes. Um die Klimaschutzziele des Bundes zu erreichen, sollen auch stillgelegte Bahnlinien wieder aktiviert werden. Die Bundesregierung hatte entschieden, dafür in Zukunft hohe Zuschüsse zu zahlen.

Strecke wegen zu hoher Kosten stillgelegt

Seit sieben Jahren fährt auf der etwa 50 km langen Strecke kein Zug mehr. Die Deutsche Bahn hatte die Strecke von Gerolstein nach Kaisersesch im Jahr 2013 aus Kostengründen stillgelegt. Seitdem gab es mehrere Versuche, die Eifelquerbahn wiederzubeleben. Der Kreis und mehrere Verbandsgemeinden hätten die Strecke dafür allerdings kaufen müssen.

Der Bahnhof Ulmen. In Rheinland-Pfalz könnten einige stillgelegte Bahnstrecken wieder in Betrieb genommen werden - wie die der Eifelquerbahn von Gerolstein nach Kaiersesch. (Foto: Eifelquerbahn)
Der Bahnhof Ulmen. In Rheinland-Pfalz könnten einige stillgelegte Bahnstrecken wieder in Betrieb genommen werden - wie die der Eifelquerbahn von Gerolstein nach Kaiersesch. Eifelquerbahn

Kauf der Strecke in der Eifel damals zu teuer

Wegen zu hoher Kosten hatte sich der Kreistag 2012 dagegen entschieden: Neue Gutachten gehen inzwischen aber von deutlich geringen Beträgen aus. Nach Einschätzung von Experten könnte aufgrund neuer Förderprogramme des Bundes und des Landes eine realistische Chance für die Reaktivierung der Eifelquerbahn bestehen. Der Antrag zur Reaktivierung wird Montag in der Kreistagssitzung in Daun gestellt.

Die Strecke der Eifel-Querbahn (Foto: SWR)
1991 wurde der Personennahverkehr auf der Eifelquerbahn eingestellt. 2012 auch der Güterverkehr. Bis 2012 gab es noch die Vulkan-Eifel-Bahn für Touristen.
STAND
AUTOR/IN