Das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen kündigte an, den Standort Ehrang nach dem Hochwasser aufzugeben. (Foto: SWR)

Nach der Flutkatastrophe im Juli

Krankenhaus geschlossen - Ehranger reagieren enttäuscht

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Viele Menschen in Ehrang haben kein Verständnis dafür, dass das Krankenhaus geschlossen bleiben soll. Das Mutterhaus hatte zeitliche, personelle und finanzielle Gründe angegeben.

Noch nicht alle Menschen in Ehrang haben mitbekommen, dass das Krankenhaus in ihrem Stadtteil geschlossen bleiben soll. Die Reaktionen schwanken zwischen Trauer, Entrüstung und Unglauben.

Denn den meisten Bewohnern, des Ortes steckt die Flutkatastrophe von Mitte Juli noch in den Knochen. Einige Bewohner haben noch immer keine funktionierende Heizung. Andere sind noch nicht in ihr Haus zurückgezogen. Nun müssen die Ehranger eine weitere Nachricht verdauen.

Kylltal-Apotheke fürchtet wirtschaftliche Einbußen

Die Kylltal-Apotheke ist eins der Geschäfte, das sich wacker durch die Flutkatastrophe geschlagen hat. Viele ihrer Kunden sind ehemalige Patienten des Krankenhauses, die nach ihrer Untersuchung hier ihre Medikamente abholten. Nun fürchtet die Apothekerin Najoua Saik Laarossi, dass es einen wirtschaftlichen Schaden geben wird, wenn das Krankenhaus geschlossen bleibt.

"Ein Krankenhaus einfach so zu schließen, das schadet der Bevölkerung "

Die Apothekerin ist der Meinung, dass das Krankenhaus wieder öffnen müsse. Man sollte vielleicht eine andere Lösung finden, als das Krankenhaus ganz zu schließen.

Eine Apothekerin aus Trier-Ehrang hätte gerne, dass das Krankenhaus Trier-Ehrang wieder öffnet. (Foto: SWR, Lara Bousch)
Eine Apothekerin aus Trier-Ehrang hätte gerne, dass das Krankenhaus Trier-Ehrang wieder öffnet. Lara Bousch

Außerdem sagt sie, dass es in Zeiten der Pandemie ein zusätzliches Risiko bedeutet, wenn kranke Menschen, die möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert sind, zum Beispiel mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Stadtzentrum von Trier ins Krankenhaus fahren müssen, anstatt vor Ort behandelt zu werden. Dadurch erhöhe sich ihrer Meinung nach die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus.

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