Flu 2021

Trier-Ehrang sieben Wochen nach dem Hochwasser

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Fast acht Wochen nach dem Hochwasser ist in Trier-Ehrang die größte Frage: Werden alle Heizungen wieder flott rechtzeitig für den Winter? Was, wenn nicht?

Ehrangs Ortsvorsteher Berti Adams (Foto: SWR)
Ortsvorsteher Bertrand Adams sieben Wochen nach dem Hochwasser: "Vielen wird jetzt erst bewusst, was sie verloren haben, eine psychisch sehr schwierige Situation. Viele Leute wissen im Moment nicht, wie sie es wieder aufbauen sollen."
Das erste Haus in Ehrang in der Niederstraße wird abgerissen. Der Abriss soll bis zu drei Wochen dauern. Es sollen noch weitere Häuser abgerissen werden.
Das Haus, das jetzt abgerissen wird, musste vom THW mit Holzbalken gestützt werden, da es drohte, einzustürzen.
Viele Hausfassaden im Ortskern sind halb abgerissen. So hoch stand das Wasser dort. Jetzt geht es um den Wiederaufbau und um neue Heizungsanschlüsse für den Winter.
Anja Kehrbaum gehört zu den Anwohnern in Ehrang, bei denen die Ölheizung durch das Hochwasser zerstört wurde. Jetzt will sie auf Gas umsteigen. Wenn das bis zum Winter nicht klappt, würde sie auch eine Übergangslösung in Anspruch nehmen.
Auch Ulla Scheiding, Inhaberin eines Modegeschäftes in Trier-Ehrang, hofft auf eine schnelle Lösung für das Heizproblem. Auch sie würde sich einen provisorischen Gastank vor das Geschäft stellen lassen, wenn der Gasanschluss bis zum Winter nicht fertig ist.
Joachim Thurn aus Trier-Ehrang hatte bereits vor dem Hochwasser eine Gasheizung. Diese wurde auch schon repariert. Doch auch ohne das Heizproblem ist in seinem Haus noch viel zu tun. Solange er das Erdgeschoss renoviert, wohnt er im Dachgeschoss.
Normalerweise hängen vor Wahlen in den Straßen von Trier-Ehrang Wahlplakate. Doch nicht vor dieser Bundestagswahl. Nach Angaben des Ortsvorstehers sei es nach der Flutkatastophe unpassend gewesen, in den Straßen Wahlkampf zu betreiben.
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SWR