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Die Verbandsgemeinde Trier-Land hat die diesjährige Bewerbungsrunde für ein sogenanntes Dorfbüro gewonnen. Für die Einrichtung eines modernen Coworking-Arbeitsplatzes gibt es bis zu 100.000 Euro Fördergeld.

Der tägliche, zeitraubende Weg zur Arbeit in die Stadt gehört für viele Dorfbewohner zum Alltag. Das Land Rheinland-Pfalz will in den Dörfern künftig neue Arbeitsformen fördern, die das Pendeln überflüssig machen. Nach einer erfolgreichen Pilotphase soll das Projekt "Dorfbüros" nun deutlich ausgeweitet werden.

Die erste Bewerbungsrunde für die bereitgestellten Fördermittel hat in diesem Jahr die Verbandsgemeinde Trier-Land für sich entschieden. Sie eröffnet im Dezember ein "Dorfbüro" in Wasserbilligerbrück. Dort werden im ersten Stock der deutsch-luxemburgischen Tourist-Information zunächst drei Räume umgebaut und als Arbeits- und Besprechungsplätze eingerichtet. Partner bei diesem Projekt ist die luxemburgische Gemeinde Mertert.

Weitere "Dorfbüros" geplant

Bereits im Juli 2017 hat die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz das Modellprojekt "Schreibtisch in Prüm" gestartet. Gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Prüm und dem Eifelkreis Bitburg-Prüm wurden in einem leerstehenden Verwaltungsgebäude Coworking-Arbeitsplätze für acht dauerhafte Nutzer eingerichtet. Aktuell sind dort fünf Arbeitsplätze belegt, mit ganz unterschiedlichen Branchen und Tätigkeiten. "Im Grunde kann man dort alle Tätigkeiten mit Computer und gutem Internet-Anschluss ausführen", berichtet Andreas Jöckel von der Entwicklungsagentur.

Die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, die das Projekt betreut, zeigt sich zuversichtlich, dass - wie von Innenminister Roger Lewentz (SPD) angekündigt - bis 2021 insgesamt neun solcher gemeinschaftlicher Arbeitsräume auf dem Land entstehen.

Langfristige Nutzung als Ziel

In dem jetzt zu Ende gehenden Jahr sei es zwar für die Gemeinden wegen der Kommunalwahlen schwierig gewesen, sich für ein solches Projekt zu bewerben, erklärt Jöckel. Jetzt nehme das Projekt jedoch Fahrt auf. So seien für das kommende Jahr zwei Bewerbungsrunden geplant - die erste startet am 10. Dezember, eine zweite soll im Sommer 2020 folgen.

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die teilnehmenden Dörfer mit bis zu 25.000 Euro für die Einrichtung des "Dorfbüros". Weitere 25.000 Euro jährlich gibt es für die ersten drei Projektjahre. Die Kommunen verpflichten sich im Gegenzug, das "Dorfbüro" mindestens weitere zwei Jahre lang eigenständig zu betreiben.

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