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Auch wenn Weiberdonnerstag dieses Jahr eigentlich ausfällt: Die Möhnen im Eifelort Deudesfeld lassen es trotzdem krachen – natürlich ganz corona-konform.

Vergangenes Jahr waren die Möhnen noch im großen Pulk mit Planwagen und voll kostümiert in Deudesfeld unterwegs und haben heiße Suppe verkauft. Dieses Jahr ist das alles anders. Aber die Tradition wollen sie sich trotzdem nicht nehmen lassen: Sie sind zu dritt unterwegs mit OP-Maske und auf Abstand, statt in der großen Gruppe.

Mit Bollerwagen statt Planwagen. Mit Tütensuppe statt heißen Kesseln. Kostümiert sind die Vereinsvorsitzende Anke Tombers und ihre beiden Mitstreiterinnen trotzdem. Wie jedes Jahr haben sie sich in schrille 80er-Jahre-Klamotten geschmissen.

Überraschungen für alle Mitglieder

Bei minus sieben Grad ziehen die Möhnen durch die leeren Straßen von Deudesfeld und klingeln an den Türen ihrer Vereinsmitglieder. Gut 40 Damen werden mit Karnevalsmusik und einem kräftigen „Helau“ überrascht. Denn von der Aktion wusste vorher niemand etwas.

„Die werden sich schön freuen! Sie sollen wissen, sie sind uns wichtig und wir freuen uns ganz doll, wenn wir nächstes Jahr wieder richtig zusammen feiern können.“, sagt Anke Tombers.

Proviantpaket für die Feier zu Hause

Mit viel Abstand werden außerdem kleine Tüten vor den Haustüren abgestellt. Darin gibt es ein persönliches Gedicht, Luftschlangen für die Party zu Hause, etwas Süßes, eine Dose Sekt oder Bier und eine Tütensuppe – damit das kulinarische Highlight der vergangenen Jahre auch nicht fehlt. „Ihr seid ja bekloppt!“, schallt es den drei Möhnen immer wieder freudig entgegen. Denn alle haben Spaß, die Überrascherinnen und die Überraschten.

"Auf das ganze - Oh, wie schade, dass alles ausfällt- haben wir gar keine Lust. Wir machen einfach das Beste draus!“

Anke Tombers, Obermöhne aus Deudesfeld
Region Trier

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