Prozess Amokfahrt Trier: Polizeiautos vor dem Gebäude des Landgerichts. (Foto: SWR, SWR)

Prozessauftakt Amokfahrt

8 Fakten zum Trierer Amokfahrt-Prozess

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Am 19. August beginnt der Prozess um die Amokfahrt, bei der am 1. Dezember 2020 fünf Menschen starben und viele verletzt wurden. SWR Aktuell hat die wichtigsten Daten und Fakten vom Landgericht Trier zum Prozess zusammengestellt.

Wie lange wird der Prozess dauern?

Mit dem Prozessauftakt am 19. August 2021 sind insgesamt 26 Verhandlungstage angesetzt. Der Prozess soll voraussichtlich am 26. Januar 2022 enden. Das ist aber nur ein vorläufiger Termin, der davon abhängt, wie das Strafverfahren verläuft.

Wie läuft der erste Verhandlungstag ab?

Die Kammer plant, die Anklageschrift zu verlesen. Danach wird der Prozess-Tag voraussichtlich enden.

Welche Sicherheitsvorkehrungen gibt es?

Alle Besucherinnen und Besucher müssen sich ausweisen können. Die Ausweise werden am Eingang des Gerichts kontrolliert und fotografiert. Die Fotos werden laut Gericht aber spätestens am nächsten Tag vernichtet.

Im Gebäude selbst gibt es eine Schleuse, in der Besucherinnen und Besucher vom Gerichtspersonal oder von Polizeibeamten mit einem Gerät durchsucht werden. Schlägt das Gerät an, können die Personen zum Beispiel nach Waffen oder Sprengstoff durchsucht und abgetastet werden. Auch, wer das Gebäude zum Beispiel für eine Zigarettenpause verlässt, wird danach noch einmal kontrolliert.

Besucherinnen und Besucher dürfen keine Taschen, Rucksäcke, heiße Getränke, Glasflaschen, Computer oder Aufnahmegeräte mit in den Sitzungssaal nehmen.

Es können vor dem Sitzungssaal auch Absperrgitter und Sichtblenden errichtet werden.

Auch der Angeklagte soll vor eventuellen Anfeindungen und Angriffen geschützt werden. Das Gericht kann dazu aber keine detaillierten Auskünfte geben.

Welche Corona-Maßnahmen gibt es?

Im Gerichtsgebäude gibt es eine "Einbahnstraßenlösung". Der Sitzungssaal wird durch eine andere Tür betreten, als er verlassen wird. Dort müssen 1,50 Meter Mindestabstand eingehalten werden, wo es keine Schutzvorrichtungen gibt. Kann der Abstand nicht eingehalten werden, muss ein Mundschutz getragen werden. Alle Teile des Gerichtssaals, die Personen berührt haben, sollen vor jedem Verhandlungstag desinfiziert werden.

Wie viele Menschen sind im Publikum erlaubt?

23 Personen dürfen den Prozess je Verhandlungstag besuchen. Die Verhandlung beginnt jeweils um 9 Uhr. Beim Prozessauftakt können Besucherinnen und Besucher eine Stunde vor Beginn in den Saal. An allen anderen Tagen startet der Einlass 45 Minuten vor Beginn. Sollte während der Sitzung ein Platz frei werden, können Interessierte nachrücken. "Sitzplatzreservierungen" sind im Publikum nicht erlaubt.

Wie groß ist das Medieninteresse?

60 Journalistinnen und Journalisten von 15 Medienunternehmen und Presseagenturen aus ganz Deutschland und von der französischen Presseagentur haben sich zum Prozess angemeldet. Darunter Print, Radio und Fernsehen. Je Verhandlungstag können 13 Reporterinnen und Reporter vor Ort sein. Werden diese Plätze nicht genutzt, können dort zehn Minuten vor Beginn der Verhandlung Interessierte Platz nehmen.

Wie viele Nebenklägerinnen und Nebenkläger gibt es?

Es gibt 14 Nebenklägerinnen und -kläger. Es sind Verletzte und Angehörige von Verletzten. Sie werden von zehn Anwältinnen und Anwälten vertreten.

Wie viele Zeuginnen und Zeugen sind geladen?

In der Anklageschrift nennt die Staatsanwaltschaft 291 mögliche Zeuginnen und Zeugen. Darunter auch ein psychiatrischer Sachverständiger und ein KfZ-Sachverständiger. Wie viele Zeuginnen und Zeugen tatsächlich geladen werden, hängt aber davon ab, wie das Verfahren verläuft.

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