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Zweieinhalb Monate fast Stillstand für Gartencenter und Blumenläden - coronabedingt. Ein Betreiber eines Gartencenters in Trier ist daher richtig froh, dass es ab Montag wieder loslegen darf.

Diese Nachricht hat Andreas Lambert in Trier herbeigesehnt. Ab Montag darf er zumindest im Außenbereich und unter Auflagen wieder Kunden ins Gartencenter lassen. Jetzt wartet zwar viel Arbeit auf seine Mitarbeiter und ihn. Aber er sagt: endlich können sie wieder aktiv werden. Genauso haben auch andere Betreiber von Gartencentern in Trier reagiert.

Das Gartencenter in Trier hat selbst rund 25.000 Primeln gezogen. (Foto: SWR, Claudia Krell)
Das Gartencenter in Trier hat selbst rund 25.000 Primeln gezogen. Claudia Krell

Ware schnell nachbestellen

Ab jetzt heißt es: Schuften, damit die Kunden am Montag ein breites Sortiment vorfinden. Selbst gezogen haben sie im Trierer Gartenfachmarkt etwa 25.000 Primeln - die aus dem Topf in die Erde wollen. Prächtige Exemplare in vielen Farben gibt es: vom kräftigen Rot und Gelb bis zu Weiß und Rosé. Auch Stiefmütterchen und die filigraneren Hornveilchen stehen bereit.

Nach dem Corona-Lockdown ist man im Gartencenter Lambert in Trier froh über die Lockerungen am Montag wieder Blumen verkaufen zu dürfen (Foto: SWR)
Im Gartencenter Lambert in Trier wartet man freudig auf die Wiedereröffnung am Montag - nach zweieinhalb Monaten Corona-Schließung

Kräuter in Italien geordert

Eine Herausforderung sei, jetzt noch genügend Blumen und Kräuter zu bekommen, die sie nicht selbst produzieren. Denn Nordrhein-Westfalen oder Hessen seien im Vorteil: Dort waren Blumenläden nicht so lange geschlossen. Er hofft, dass die Läden dort den Markt nicht leer gekauft haben. Auch andere Gartencenter in Trier sagen: Jetzt müssten die Mitarbeiter ordern - was geht. In Italien haben die Mitarbeiter des Gartenfachmarkts Lambert in Trier jetzt Kräuter bestellt und hoffen, dass sie bis Montag eintreffen.

Blumensortiment wird hergerichtet

Eine Mitarbeiterin fährt mit ganzen Einkaufswagen voller Bellis und Vergissmeinnicht durch die Auslagen und sortiert frische Blumen in Plastiktöpfe ein. Wenn Montag nicht geöffnet worden wäre, hätten sie sogar schon daran gedacht, Pflanzen zu verschenken.

Ausnahmen nur für Zoohandel

An die zurückliegenden Monate im Lockdown möchte der Geschäftsinhaber nicht mehr zurückdenken. Ausgefallen sind das Weihnachtsgeschäft, der Valentinstag - sonst ein super Geschäft für Floristen. Geöffnet war nur der Bereich für Haustiere mit Tierfutter und Zubehör für Hunde, Katzen & Co. Weite Teile des Geschäfts dagegen waren abgesperrt. Manche Kunden hätten nicht verstanden, warum sie eine Packung Tierfutter kaufen konnten - aber keine Tüte mit Pflanzensamen oder eine Blume. Umso schöner sei, dass es jetzt endlich wieder weitergehe - mit Gartenpflanzen, mit Blumen in vielen Farben und Freiheit.

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Möckmühl (Kreis Heilbronn)

Frühlingspflanzen in Möckmühl müssten schnell verkauft werden Kein Verständnis mehr für die Politik: Einige Gärtnereien kurz vor der Insolvenz

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