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Darauf haben viele gewartet: Die Corona-Impfung beim Hausarzt. Seit Mittwoch ist das nun auch in der Region Trier möglich. Und darüber ist bei Hausärztin Heidi Weber aus Bitburg die Freude riesig.

Vor Ostern, am Gründonnerstag bekam Heidi Weber die Nachricht, dass sie in ihrer Bitburger Hausarztpraxis jetzt endlich gegen das Corona-Virus impfen darf. Für die Ärztin war das eine langersehnte und tolle Botschaft.

Wir sind unheimlich glücklich und die Patienten freuen sich alle so, das ist wunderbar. Es ist einfach eine Freude auf allen Seiten und jeder ist bestrebt, jetzt endlich diese Pandemielage mit der Impfung hinter sich zu bringen.

Heidi Weber, Hausärztin aus Bitburg

Die Vorbereitungen für den Impfstart in ihrer Praxis waren schnell erledigt.

"Wir haben jetzt also eine Liste erstellt, das haben ganz viele Praxen auch so gemacht, dass sie also die Impfwilligen aufgelistet haben und dann gehen wir also nach den Priorisierungslisten.

Zunächst wurden Patientinnen und Patienten die älter als 70 Jahre alt sind oder an entsprechenden Vorerkrankungen leiden, angerufen und für Mittwoch bestellt. An diesem Tag gibt es in der Praxis nur eine Notfallsprechstunde, damit sich die Ärztin ganz aufs Impfen konzentrieren kann. Dafür wurde extra eine Art Impfstraße eingerichtet.

Alle zehn Minuten eine Impfung

Die Patienten kommen im Einbahnstraßensystem in die Praxis, werden in einem separaten Raum geimpft und später noch beobachtet und können dann die Praxis zu einem anderen Ausgang wieder verlassen. Das Ganze klingt einfach, ist aber mit einem hohen Dokumentationsaufwand verbunden.

Viel Bürokratie

Aufklärungsbögen müssten gesammelt und die Impfungen dokumentiert werden. Am Ende des Tages, müssten die erledigten Impfungen außerdem an das Land gemeldet werden. Viele Medizinerinnen und Mediziner in der Region Trier fordern deshalb von der Politik, die Bürokratie bei der Corona-Impfung abzubauen. Dies binde zu viel Zeit und Energie.

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Beim Hausarzt für Corona-Impfung anmelden

Heidi Weber rät Patientinnen und Patienten, die sich gegen das Corona-Virus impfen lassen wollen, sich bei ihrem Hausarzt auf eine entsprechende Liste setzen zu lassen. Zwar erhielten zunächst nur über 70-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen die Impfung, wenn jedoch genügend Impfstoff geliefert werde, könnten Stück für Stück auch alle anderen geimpft werden.

Das Impfen ist eine hausärztliche Kernkompetenz. Und wenn wir sehr viel schneller die Impfzentren verlassen würden, dann wäre auch mit Sicherheit durch die flächendeckende Impfung in den Praxen die Durchimpfung der Bevölkerung zu stemmen.

Heidi Weber, Hausärztin aus Bitburg

Unterstützung für Hausarzt-Praxen gefordert

Für die Bitburger Ärztin, die auch die zweite Vorsitzende des Hausärzteverbandes in Rheinland-Pfalz ist, ist klar: Die Impfzentren waren wichtig für den Impfstart in Deutschland, doch nun sollte die Politik die Hausärztinnen und Hausärzte bei der Impfung besser unterstützen. Und das nicht nur, weil es schneller gehe und viele Patientinnen und Patienten sich lieber in den Hausarztpraxen impfen ließen, sondern auch weil es günstiger sei, sagt die Ärztin.

So koste die Corona-Impfung in der Hausarztpraxis gerade einmal 20 Euro - im Impfzentrum dagegen etwa 300 Euro. Grund dafür sei der hohe Personalaufwand und die Infrastruktur, die in den Impfzentren im Allgemeinen vorgehalten werden müsse.

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Noch nicht genügend Impfdosen da

Derzeit dürften die Hausärztinnen und Hausärzte pro Woche etwa 50 Impfdosen gegen das Corona-Virus bestellen. Diese würden dann in den Apotheken angeliefert und darüber an die Praxen verteilt. Zur Zeit erhielten die meisten Praxen aber noch weniger, als sie bestellt hätten, weil einfach noch nicht genug Corona-Impfstoff zur Verfügung stünde.

Doch das soll sich bald ändern. Wenn dann wirklich genügend Corona-Impfstoff geliefert wird, geht Heidi Weber davon aus, dass sie all ihre impfwilligen Patienten bis zum Sommerurlaub durchimpfen kann.

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