Die Luke in Trier öffnet wieder mit einem Clubausweis für Geimpfte und Genesene (Foto: SWR, Eva Lamby-Schmitt)

Feiern und Corona

Luke in Trier: Eintritt nur mit Clubausweis oder mit PCR-Test

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Fast ein Jahr lang war der Trierer Club Luckys Luke wegen Corona geschlossen. Jetzt macht er auf, lässt aber nur Leute mit Clubausweis oder mit PCR-Test rein. Das stößt auf Kritik.

Der Geschäftsleiter des Independent-Clubs Luckys Luke, Marvin Bombach, hat viel zu tun in diesen Tagen. Am ersten Septemberwochenende soll der Club nach fast einem Jahr Corona-Pause pünktlich zum 32. Geburtstag der Luke wieder öffnen. Deshalb poliert Marvin Bombach jetzt Gläser, putzt und beantwortet dazu noch sämtliche Kommentare auf Social Media. Denn seitdem klar ist, dass nur Gäste mit Clubausweis reinkommen, den man nur als Geimpfter oder Genesener erhält, oder mit negativem PCR-Test, gibt es sowohl positive Kommentare als auch Gegenwind.

Zu strenge Corona-Auflagen: Wirtschaftlich nicht rentabel

Im vergangenen Jahr unter Corona-Auflagen als Kneipe zu öffnen, sei aufgrund der strengen Regelungen nicht rentabel gewesen. Zu wenige Gäste habe der 27-Jährige einlassen dürfen. Auch jetzt, da seit Anfang Juli Clubs wieder öffnen dürfen, lohnt es sich seiner Ansicht nach wirtschaftlich nicht. Die Lösung für ihn: Geschlossene Veranstaltungen anmelden. Dadurch erhofft er sich mehr Freiheiten bei der Gästezahl, wartet allerdings noch auf die neue Corona-Landesverordnung für Rheinland-Pfalz. Bis zum 23. August hat Malu Dreyer diese angekündigt. Erst dann weiß Marvin Bombach, wie viele Clubbesucher er bei geschlossenen Gesellschaften tatsächlich einlassen darf. Für ihn ist aber klar: Ohne den Clubausweis wäre die einzige Alternative, den Club gar nicht zu öffnen.

Die Luke in Trier öffnet wieder mit einem Clubausweis für Geimpfte und Genesene (Foto: SWR, Eva Lamby-Schmitt)
Der Kneipenbetrieb im vergangenen Jahr habe sich wirtschaftlich nicht gerechnet. Der Club hat sich jetzt entschieden, geschlossene Veranstaltungen anzumelden. Dann können sie mehr Gäste reinlassen - das werden dann aber nur Geimpfte, Genesene oder Gäste mit PCR-Tests sein. Eva Lamby-Schmitt Bild in Detailansicht öffnen
Marvin Bombach, Geschäftsleiter der Luke, verteidigt den Clubausweis. Die andere Option sei es gewesen, den Club nicht zu öffnen, weil es sich sonst wirtschaftlich nicht rechne. Außer einem Clubausweis ist der Eintritt nur mit PCR-Test zugelassen. Selbsttests sind Marvin Bombach nach eigenen Angaben zu unsicher. Eva Lamby-Schmitt Bild in Detailansicht öffnen

Clubausweis keine Dauerlösung

Für Marvin Bombach hat der neue Clubausweis auch Vorteile bei der Kontaktnachverfolgung. Denn Geimpfte und Genesene seien dann bei der Luke intern registriert. Der Clubausweis soll allerdings keine Dauerlösung sein. Marvin Bombach kann durchaus verstehen, dass sich Leute dadurch ausgeschlossen fühlen könnten, allerdings seien ihm durch die Corona-Auflagen die Hände gebunden. Jeder, der eine bessere Lösung hat, könne sie gerne vorschlagen, meint er. Er und seine Kollegen hätten auch nicht auf Dauer Lust auf den Aufwand, jeden Gast registrieren zu müssen. Sie seien wahrscheinlich die ersten, die Lockerungen mitnehmen, sobald es die Corona-Verordnung zulässt.

PCR-Test sicherer als Selbsttests

Außer mit dem Clubausweis ist der Einlass in der Luke künftig auch mit einem negativen PCR-Test möglich. Das ist für viele in der Social-Media-Community übertrieben. Sie fragen sich in den Kommentaren, warum nicht auch ein Selbsttest reicht. Für Geschäftsleiter Marvin Bombach ist die Antwort ganz einfach: Die Selbsttests seien ihm zu unsicher.

Große Freude auf die Wiedereröffnung

Fast ein Jahr lang war die Luke wegen Corona geschlossen. Durch die Überbrückungshilfen, die Spenden der Gäste und den Verkauf der hauseigenen Schnäpse sei der Club nach Angaben von Marvin Bombach über die Runden gekommen.

"Wir haben es gepackt, sonst würden wir ja nicht wieder aufmachen."

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