STAND

Die Wahl von Armin Laschet zum CDU-Chef hat in der Region Trier unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Ein regionaler CDU-Politiker traut ihm auch höhere Ämter zu.

Der Trierer CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Steier sagte dem SWR, er freue sich, dass Armin Laschet zum CDU-Bundesvorsitzenden gewählt wurde. Er habe als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen bereits bewiesen, dass er führen und verbinden könne. Die Kanzlerfrage spielt aus seiner Sicht aktuell keine Rolle und sollte im Frühjahr entschieden werden.

Ich gratuliere Armin Laschet von ganzem Herzen zum Bundesvorsitz der CDU. Alle drei Kandidaten haben ein wahnsinnig...Posted by Andreas Steier on Saturday, January 16, 2021

"CDU kann keinen Streit gebrauchen"

"Ich hatte einen anderen Favoriten, Armin Laschet ist es geworden", so der CDU-Landtagsabgeordnete Gordon Schnieder aus der Vulkaneifel. Wichtig sei, dass man die demokratische Entscheidung akzeptiere und dass die CDU geschlossen zur Bundestagswahl antrete. Die CDU könne keinen Streit gebrauchen, so Schnieder.

Auch Moritz Petry, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Südeifel und Chef des CDU-Bezirks Trier, hatte einen anderen Wunschkandidaten. Er könne sich aber sehr gut mit dem Wahlergebnis arrangieren. "Ich bin absoluter Demokrat, da akzeptiert man das und ich denke, wir können auch erfolgreich sein mit Armin Laschet." Ob Laschet auch Kanzlerkandidat wird, dazu wollte sich Petry nicht äußern. Das solle im Frühjahr entschieden werden nach den Landtagswahlen.

Audio herunterladen (3,9 MB | MP3)

Arnold Schmitt, CDU-Landtagsabgeordneter aus Riol (Kreis Trier-Saarburg), traut Laschet dagegen die Kanzerschaft durchaus zu. "Mit Armin Laschet haben wir einen guten Kandidaten. Ich gehe auch davon aus, dass er das Zeug zum Bundeskanzler hat. Er hat Regierungserfahrung und ist Ministerpräsident des größten Bundeslandes NRW." Sein Wunschkandidat sei Laschet aber nicht gewesen, so Schmitt.

Der CDU-Delegierte Peter Rauen aus Salmtal (Kreis Bernkastel-Wittlich) äußerte sich zur "K-Frage" zurückhaltend. "Ob Laschet auch das Zeug zum Kanzler hat, muss sich jetzt erst zeigen, ob er sich durchsetzen kann - auch bei der Bevölkerung", so Rauen.

Schartz begrüßt die Bund-Länder-Entscheidung (Foto: SWR)
Ob Armin Laschet auch Kanzlerkandidat werde, das werde sich noch zeigen, so der CDU-Landrat des Kreises Trier-Saarburg, Günther Schartz.

"Das ist Demokratie. Es gibt Gewinner und Verlierer", so der CDU-Landrat des Kreises Trier-Saarburg, Günther Schartz. Jetzt sei es wichtig, dass Armin Laschet es schaffe, alle mitzunehmen. Ob er auch Kanzlerkandidat werde, das werde sich noch zeigen. "Bei Friedrich Merz hätte ich gesagt: Ja. Bei Laschet muss es sich zeigen. Dass er regieren kann, das zeigt er als Ministerpräsident des bevölkerungsreichsten Bundeslandes NRW."

SPD: "Weiter Durchschwurbeln"

Der Trierer SPD-Landtagsabgeordnete Sven Teuber schreibt auf Facebook: "Laschet heißt weiter durchschwurbeln. Er wird auch weiter versuchen sich überall wie ein Aal zu winden und kaum Positionen beziehen." Froh sei er aber, dass es "kein reaktionärer Multimillionär" zum CDU-Chef geschafft habe.

Laschet heißt weiter durchschwurbeln. Er wird auch weiter versuchen sich überall wie ein Aal zu winden und kaum...Posted by Sven Teuber on Saturday, January 16, 2021

CDU-Parteitag erstmals digital Online-Abstimmung: Laschet ist neuer CDU-Vorsitzender

Armin Laschet ist zum neuen CDU-Parteivorsitzenden gewählt worden. Auch die fünf neue Parteivizes stehen fest - darunter Gesundheitsminister Spahn.  mehr...

STAND
AUTOR/IN