Gute Auslastung auf dem Campingplatz in Traben-Trarbach. (Foto: SWR, Sebastian Grauer)

Ruhe vor dem Sturm

Region Trier: Die Campingplätze werden voll

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In der Region Trier sind Camping- und Wohnmobilstellplätze gefragt. Noch gibt es Platz. Doch das könnte sich mit dem Ferienbeginn ändern - die Plätze könnten bald vollbelegt sein.

Edwin van Dongen läuft über seinen Campingplatz in Traben-Trarbach (Kreis Bernkastel-Wittlich) direkt an der Mosel und schaut nach dem Rechten. Der Niederländer besitzt zusammen mit seiner Familie noch weitere Plätze in Alf und Pünderich. Insgesamt 600 Camper und Wohnmobile passen auf die Plätze von van Dongen, der mit der Auslastung derzeit zu frieden ist.

"Wir sind aktuell zu 80 Prozent ausgelastet. Es ist noch etwas Luft zwischen den Plätzen. Das ist gut."

Edwin van Dongen zwischen den Zelten seines Campingplatzes in Traben-Trarbach. (Foto: SWR, Sebastian Grauer)
Edwin van Dongen zwischen den Zelten seines Campingplatzes in Traben-Trarbach. Sebastian Grauer

Betreiber: Gäste buchen kurzfristig

Der Niederländer, der schon fast 20 Jahre im Geschäft ist, stellt in diesem Jahr fest, dass die Gäste eher kurzfristig buchen. Die Gäste würden nicht mehr langfristig planen, wie das vor Corona der Fall war. "Ich denke, das hat mit den unsicheren Zeiten zu tun. Wir haben Corona. Wir haben einen Krieg und steigende Energiepreise. Wir wissen nicht, wohin das geht."

Campingverband geht von vollen Plätzen zu Ferienbeginn aus

Der Verband der Campingwirtschaft Rheinland-Pfalz geht davon aus, dass trotz dieser Tatsache in der Feriensaison mit hohen Buchungszahlen für die Campingplätze in der Region Trier zu rechnen ist - vor allem im August und September. Der Verband nennt als Grund die späten Sommerferien in Deutschland.

Van Dongens 80 Prozent könnten also auch die Ruhe vor dem Sturm sein, der dann auf die jetzt schon gute Auslastung noch oben drauf kommt. Es könnte in den kommenden Monaten also eng auf den Plätzen im Land werden. Davon gehen zumindest Campingplatzbetreiber in der Pfalz aus.

Ein Besucher auf seinem Campingstuhl auf dem Campingplatz in Traben-Trarbach. (Foto: SWR, Sebastian Grauer)
Jeroen Jung aus den Niederlanden macht Zwischenstopp in Traben-Trarbach. Er ist mit dem Fahrrad sowie einem Zelt unterwegs und will in seinem dreiwöchigen Urlaub die Mosel und noch ein Stück des Rheins entlang fahren. Sebastian Grauer Bild in Detailansicht öffnen
Bernd Steffes-Thul aus dem Rhein-Erft-Kreis. Er kam mit seiner Frau erst während der Corona-Zeit zum Campen. Eigentlich, so sagt er, sind sie Golfspieler und fliegen in der Welt umher. Das ging aber während Corona nicht. Deswegen hätten sie das mit dem Campen mal ausprobiert. Erst mit dem Wohnwagen seiner Schwester, jetzt mit dem eigenen. Bernd Steffes-Thul kann sich vorstellen, auch weiterhin Urlaub auf dem Campingplatz zu machen. Sebastian Grauer Bild in Detailansicht öffnen
Familie Kurth aus Nordrhein-Westfalen ist bereits im zweiten Jahr in Traben-Trarbach. Die vierköpfige Familie freut sich vor allem darüber, dass es keine Corona-Einschränkungen mehr gibt, wie beispielsweise die Maskenpflicht. Insgesamt acht Tage will die Familie an der Mosel bleiben. Sebastian Grauer Bild in Detailansicht öffnen

Van Dongen: Corona hat Camping-Trend gepuscht

Der Niederländer hat einen Ansturm auf die Plätze schon einmal in den Corona-Jahren erlebt. "Wir waren bis zu 200 Prozent ausgelastet. Das war harte Arbeit." Die Leute, so sagt van Dongen, haben die Freiheit, die sie bekommen haben, genutzt. Der Urlaub mit dem Wohnmobil oder dem Zelt sei dafür optimal gewesen. "Man ist frei, man ist nah an der Natur. Es gab außerdem die ganze Zeit schon einen Camping-Trend. Corona hat dem Ganzen noch mal einen Push gegeben."

Der 52-Jährige wirkt entspannt. Er geht offensichtlich gelassen damit um, was noch kommen könnte. Er hat seinen Platz in Traben-Trarbach auch noch mal vergrößert, sagt er. "Es ist immer möglich einen Platz zu finden."

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