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Generalvikar Ulrich von Plettenberg hat nach der Anfang der Woche veröffentlichten Note des Vatikans einen respektvollen Umgang mit homosexuellen Paaren gefordert.

Er teile das Unverständnis und das Entsetzen vieler Gläubiger bezüglich der Anfang der Woche veröffentlichten Note des Vatikans, in der dieser sich gegen die Segnung homosexueller Paare ausspricht.

Plettenberg sagte, der Schaden, der mit dieser römischen Intervention verursacht werde, sei enorm. Die Kirche in Trier gehe wertschätzend mit gleichgeschlechtlichen Paaren um.

Regenpastoral hatte zuvor Kritik geübt

Ihm gehe es um Respekt Menschen gegenüber, die sich nach bestem Wissen und Gewissen für diese Lebensform entschieden hätten und sie aus christlichem Glauben heraus gestalten und leben wollten.

Zuvor hatte die Regenpastoral, ein Arbeitskreis des Bistums Trier mit Schwulen und Lesbeninitiativen, das Papier der vatikanischen Glaubenskongregation scharf kritisiert.

Entsetzen bei Schwulen- und Lesbeninitiativen

Der Vatikan hatte darin begründet, warum man homosexuelle Partnerschaften nicht segnen dürften. Homosexuelle Paare entsprächen nicht dem göttlichen Willen und könnten deswegen nicht gesegnet werden, so der Vatikan.

Bei den Schwulen- und Lesbeninitiativen löste diese Haltung Entsetzen aus. Es sei ein Unding, warum die Kirche Waffen und Tiere segnete aber keine sich liebenden Paare, so ein Sprecher. Noch mehr Menschen würden sich damit von der Kirche entfernen.

Man werde die Diskussion weiter fortsetzen und hoffe, dass einzelne Priester schwul-lesbischen Verbindungen trotzdem ihren Segen erteilten, so die Initiativen.

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