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Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat am Freitag bekanntgeben, wie es mit der Bistumsreform weitergeht. Ursprünglich sollten die knapp 900 Pfarreien zu 35 Großpfarreien zusammengelegt werden.

Im Bistum Trier sollen sich die bestehenden fast 900 Pfarreien zu 172 größeren Pfarreien zusammenschließen. Die Pläne hat Bischof Ackermann am Freitag bekannt gegeben. Das Verfahren sei mit Rom so abgesprochen.

Zusammenlegung von Gemeinden

Die Pfarrer und die Pfarrgremien erhalten demnach den Auftrag, innerhalb der nächsten vier Jahre auf eine Fusion hinzuarbeiten. So könnten am Ende 172 Großpfarreien entstehen. Genauso viele Pfarreiengemeinschaften existieren bereits heute im Bistum Trier.

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Ursprünglich sollten die Pfarreien zu 35 sogenannte "XXL-Pfarreien" zusammengelegt werden. Vor einem Jahr hatte die Kleruskongregation des Vatikan dieses Vorhaben gestoppt. Sie befürchtete, dass die geplante Zusammenlegung von Pfarreien erhebliche Konsequenzen für das kirchliche Leben in den Gemeinden haben könnte.

Widerstand der Gläubigen

Der Vatikan reagierte damit auf Beschwerden einer Priestergemeinschaft und von Gläubigen aus dem Bistum. Im September hatte sich der Bischof mit 170 Teilnehmern aus dem ganzen Bistum getroffen. Dabei hatte sich die Mehrheit der Teilnehmer weiter für Pfarreienfusionen ausgesprochen. Es solle aber möglichst freiwillig geschehen.

Zum Bistum Trier zählen knapp 1,4 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

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