In Idar-Oberstein im Kreis Birkenfeld gibt es viele Edelsteinschleideri.  (Foto: Imago)

Neue Details zum Einbruch in Idar-Oberstein

Juwelendiebstahl in Millionenhöhe gibt weiter Rätsel auf

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Maximilian Storr

Im Dezember letzten Jahres hatten bisher unbekannte Täter Schmuck aus einer Werttransportfirma in Idar-Oberstein erbeutet. Der Schaden ist wohl höher als zunächst bekannt. 

In Idar-Oberstein im Kreis Birkenfeld ist es üblich, dass seltene Juwelen, Gold und wertvolle Schmuckstücke in die ganze Welt verschickt werden. Schließlich ist Idar-Oberstein als Schmuck- und Edelsteinstadt bekannt.

Noch immer gibt es viele Unternehmen, die ihr Geld mit der Produktion und dem Handel teurer Ringe und Ketten verdienen. Abnehmer sind nicht selten große Schmuck- und Luxusmarken in aller Welt.

Ermittler waren zunächst von sechsstelliger Summe ausgegangen

Deshalb hatte Anfang Dezember auch eine Meldung für Aufruhr gesorgt: Täter hatten aus einer Werttransport-Firma Schmuck gestohlen. Zunächst waren die Ermittler davon ausgegangen, dass die Beute einen Wert von mehreren hunderttausend Euro hat.

Diese Einschätzung wurde mittlerweile revidiert. Jetzt geht die Polizei von einem Millionenschaden aus. Das sagte ein Polizeisprecher des Polizeipräsidiums Trier dem SWR.

Juwelendiebe rissen Überwachungskameras ab und hebelten Tür auf

Die Polizei lieferte darüber hinaus auf SWR-Anfrage erstmals weitere Details zur Tat am Abend des siebten Dezembers.

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So hätten die Täter zunächst Überwachungskameras und Bewegungsmelder auf dem Gelände der Firma abgerissen. Anschließend sollen sich die Diebe über einen Seiteneingang Zugang zum Gebäude verschafft haben, in dem sie die Tür aufhebelten. Der Schmuck war nach Polizeiangaben in großen Stahlkisten eingelagert, die die Täter offenbar aus dem Gebäude getragen hatten.

Noch während des Einbruchs sei über ein Sicherheitssystem die Polizei informiert worden. Als die Streife am Tatort ankam, waren die Täter bereits geflüchtet, vermutlich in einem weißen Transporter.

Kriminalpolizei fahndet weiter nach den Dieben

Im Anschluss sollen sie ihre Beute aus den Schutzverpackungen genommen haben, hieß es in einer Pressemitteilung der Polizei im Dezember. Danach hätten die Täter die aufgerissenen Verpackungen in neun Säcke gestopft und diese wenige Kilometer vom Tatort entfernt abgestellt.

Seitdem fehlt von den Dieben offenbar jede Spur: "Leider konnten die Täter weder identifiziert noch festgenommen werden. Die Ermittlungen dauern weiter an", heißt es von der Polizei. 

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