Der Trierer Bischof Stephan Ackermann (Foto: SWR)

Scharfe Kritik an Trierer Bischof

Missbrauchsopfer zu Ackermann: "Er hat sich disqualifiziert"

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Der Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz hat den Trierer Bischof Ackermann scharf kritisiert. Er sei als Missbrauchsbeauftragter ungeeignet.

Die Kritik am Trierer Bischof Ackermann zieht immer weitere Kreise. Hintergrund ist, dass Ackermann kürzlich den Klarnamen einer unter Pseudonym bekannten Betroffenen sexueller Übergriffe offengelegt haben soll.

Eklatanter Vertrauensverlust als Missbrauchsbeauftragter

Ackermann habe sich in seiner Rolle als Missbrauchsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz disqualifiziert, teilte der Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz in einer schriftlichen Erklärung mit. Der Bischof habe die Mindeststandards für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit verletzt.

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Der Trierer Bischof Stephan Ackermann soll bei einer Konferenz vor wenigen Wochen den Klarnamen eines Missbrauchsopfers genannt haben. Die Frau war zuvor in den Medien unter dem Pseudonym Karin Weißenfels aufgetreten. Sie sorgte mit ihrer Missbrauchsgeschichte vor Jahren bundesweit für Schlagzeilen. Zu ihrem eigenen Schutz trat sie dabei unter einem anderen Namen auf.

"Die Verletzung dieses Schutzraums stellt einen eklatanten Machtmissbrauch und eine erneute Retraumatisierung der Betroffenen dar."

Das Verhalten von Bischof Ackermann als Missbrauchsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz sei daher inakzeptabel und weder nachvollziehbar noch entschuldbar. Missbrauchsopfer im kirchlichen Bereich, müssten sich darauf verlassen können, dass ihre Persönlichkeitsrechte zu jedem Zeitpunkt unbedingt gewahrt bleiben, wenn sie sich der Institution Kirche gegenüber offenbaren.

Ackermann hatte sich später dafür entschuldigt, in der Runde den bürgerlichen Namen der missbrauchten Frau genannt zu haben.

Betroffene fordern personelle Konsequenzen

Der Betroffenenbeirat fordert den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, daher auf, die Aufklärung des Missbrauchs in der Katholischen Kirche personell neu zu organisieren.

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