Die Corona-Pandemie kommt mit Wucht in die Kliniken zurück - auch in das Bürderkrankenhaus in Trier (Foto: dpa Bildfunk, Marijan Murat)

Chefarzt im Trierer Brüderkrankenhaus

"Die Corona-Situation ist in einigen Bereichen desaströs"

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Die Corona-Pandemie kommt mit Wucht in die Kliniken zurück - auch in das Brüderkrankenhaus in Trier. Mit Folgen für Personal und Patienten.

Der Ärztliche Direktor des Brüderkrankenhauses Trier bringt es auf den Punkt. Wegen der wieder stark steigenden Coronazahlen ist die Situation im Haus in einigen Bereichen desaströs, sagte Tim Pipho.

Das liege daran, dass viele Patienten auf den sogenannten Normalstationen behandelt werden müssen, "die mit der Nebendiagnose Corona kommen".

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Dramatische Ausfälle beim Personal

Viele dieser Patienten kämen mit anderen Erkrankungen oder Verletzungen auf die Stationen. Erst dann werde häufig eine Corona-Infektion festgestellt. Das hat zur Folge, dass bei der Versorgung dieser Menschen wegen der geltenden Vorsichtsmaßnahmen ein erhöhter Personalaufwand nötig ist, so Pipho.

Zudem gebe es dramatische Ausfälle in allen Bereichen des Personals. Das führe teilweise zu spürbaren Engpässen auf den Stationen.

"Wir haben große Personalprobleme. Auf den Intensivstationen sind Betten geschlossen. Es sind Normalstationen geschlossen. Wir können nicht die Anzahl an Patienten versorgen, wie das mal war."

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Besucher-Stopp im Brüderkrankenhaus ab dem Wochenende

Um die Situation zu entschärfen, werde es ab dem Wochenende wieder ein Besuchsverbot im Krankenhaus geben, erklärte der Ärztliche Direktor. "Wir beobachten, dass es immer wieder zu Ausbrüchen auf Normalstationen kommt, die von außen hereingetragen werden", erläutert Pipho. Das sei ein erster Schritt.

Noch könnten alle geplanten Operation durchgeführt werden. Sollte sich die Lage aber weiter verschärfen, müssten auch die wieder verschoben werden, so Pipho.

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