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Die Europäische Kunstakademie Trier trotzt der Corona-Pandemie. Ausstellungen in den Räumen sind im Moment nicht möglich. Also gibt es jetzt eine Licht- und Videoinstallation auf den Eingangs-Glasfronten. Von der Berliner Künstlerin Andrea Stahl. "Geschlossene Gesellschaft" ist der Titel. Keiner der Besucher muss dafür die Ausstellungsräume betreten.

Lichtinstallationen in der Europäischen Kunstakademie (Foto: SWR)
Die großen Glasfronten rund um die Kunstakademie werden zur Ausstellungsfläche. Die Akademie bleibt zu.
"Geschlossene Gesellschaft" heißt die Ausstellung. Die Besucher können nur von draußen ins Innere der Kunsthalle schauen. Dort sind weitere Projektionen zu sehen. Rein kommt niemand.
Selbstisolation in Corona-Zeiten ist für Künstlerin Andrea Stahl eines der Themen hinter den Installationen: "Ich bin ein Mensch, der gerne viel alleine ist, aber der Kontakt, der Austausch mit anderen, den brauche ich schon. Auch wenn dann Begegnungen stattfinden, wie begegnen wir uns, damit wir niemanden gefährden und niemanden anstecken?"
Bilder drinnen - Bilder draußen. Das macht den Reiz der Installationen aus, sagt die Künstlerin: "Es ist ja immer eine Frage des Standpunkts - bin ich drinnen oder draußen? Oder was ist das überhaupt: drinnen, draußen?“
Die Ausstellung "Geschlossene Gesellschaft" ist noch bis zum 25. April zu sehen. Immer abends von 19-22 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Für den Leiter der Kunstakademie, Simon Santschi, sind die Arbeiten von Andrea Stahl ideal in Corona-Zeiten: "Für mich war wichtig, dass man als Kulturinstitution trotz dieser schwierigen Lage aktiv bleibt. Dass man die Räume nicht einfach nur schließt und geschlossen hält und leer stehen lässt, sondern dass man mit dem Raum trotzdem auch arbeitet."
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