Mit Traktoren und Baggern wird das zerstörte Inventar aus dem Keller des Krankenhauses in Trier-Ehrang abtransportiert (Foto: SWR, Lara Bousch)

Millionenschaden nach Überflutung

Krankenhaus in Trier-Ehrang soll wieder aufgebaut werden

STAND

Bei dem schweren Unwetter Mitte Juli in der Region Trier ist auch das Krankenhaus in Trier-Ehrang evakuiert worden. Wann es wieder öffnen kann, ist noch unklar.

Christian Sprenger ist fast jeden Tag im Krankenhaus in Trier-Ehrang. Er ist der medizinische Direktor des Mutterhauses der Borromäerinnen, das in Trier drei Standorte hat. Trier-Ehrang ist derzeit nicht mehr nutzbar. Dort kam das Wasser. Vor allem im Kellergeschoss ist viel zerstört – ein MRT – ein CT – auch die erst neu eingebaute Heizung.

Die Aufräum-Arbeiten in Trier-Ehrang am Krankenhaus kommen nach Einschätzung der Geschäftsleitung gut voran (Foto: SWR, Lara Bousch)
Die Aufräum-Arbeiten in Trier-Ehrang am Krankenhaus kommen nach Einschätzung der Geschäftsleitung gut voran Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Ein Bagger transportiert vor dem Krankenhaus in Trier-Ehrang aufgeweichte Akten ab, die die Flut zerstört hat Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Akten, die im Keller des Krankenhauses in Trier-Ehrang standen, müssen nach dem Hochwasser entsorgt werden Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Die Akten im Keller im Krankenhaus in Trier-Ehrang sind durch das Hochwasser so aufgequollen, dass sie mit einer Zange aus dem Regal geholt werden müssen Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Aus statischen Gründen hätten die Akten im Keller aufbewahrt werden müssen - sagen Mitarbeiter des Krankenhaus in Trier-Ehrang Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Dr. med. Christian Sprenger, der medizinische Geschäftsführer im Mutterhaus der Borromäerinnen. Er schätzt, dass der Flutschaden im Krankenhaus in Trier-Ehrang in die Millionen geht. Bild in Detailansicht öffnen
Experten rechnen damit, dass die Klinik in Trier-Ehrang mindestens ein Jahr geschlossen sein wird Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Thomas Koltes ist technischer Leiter des Krankenhauses in Trier-Ehrang. Er zeigt, wie hoch das Wasser stand Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Auch die Telefon-Anlage des Krankenhauses Trier-Ehrang ist beim Hochwasser überflutet worden Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Der Schlamm ist noch da - aber Statiker sagen, dass das Gebäude in Trier-Ehrang weiter genutzt werden könne Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen
Viel hat das Hochwasser in Trier-Ehrang im Krankenhaus zerstört. Vor allem technische Geräte, die im Keller standen Lara Bousch Bild in Detailansicht öffnen

Aufräumarbeiten gehen gut voran

Da, wo am Sonntag noch Wasser gestanden habe, sei es weg. Auch der Schlamm sei weitestgehend weggefegt, sagt Christian Sprenger. Auch ein Gutachter der Versicherung sei schon da gewesen und es gebe keine Rückmeldung, dass es keine größeren statischen Schäden gebe. Er lobt die Rettungskräfte von Feuerwehr und Polizei – die hätten viel geleistet und auch viele Mitarbeiter des Krankenhauses seien da, um zu helfen und aufzuräumen.

Patienten wurden auf andere Standorte verteilt

Mitte Juli, als das Wasser so schnell stieg, sind etwa 100 Patienten auf die anderen beiden Standorte des Krankenhauses verlegt worden, nach Trier-Mitte und Trier-Nord. An diesen beiden Standorten des Klinikums seien zwei Stationen nicht belegt gewesen. Von der Bettenkapazität her sei man zunächst ganz gut aufgestellt. Und außerdem suche man weitere Möglichkeiten, um die Bettenzahl des Ehranger Krankenhauses – es sind 150 Betten – auch für die nächsten Monate zu ermöglichen.

"Die Notfallversorgung ist auf jeden Fall gesichert.“

Wartezeit bei Operationen

Zunächst einmal werden Operationen, bei denen das möglich ist, verschoben. Nicht um mehrere Monate, sagt Christian Sprenger, sondern – so sei es geplant – um ein, zwei Wochen. “Natürlich sprechen wir da jetzt nicht von einer Herz–OP“, sagt der medizinische  Geschäftsführer .Was die medizinischen Geräte – MRT – CT angeht, die ja in Trier-Ehrang dem Wasser zum Opfer gefallen sind – da könnten  diese Untersuchungen zunächst an den beiden anderen Klinikstandorten durchgeführt werden.

Schaden geht in die Millionen

Genau beziffern kann man den Schaden noch nicht. Es wird nach Angaben der Geschäftsführung ein hoher Millionenbetrag sein. Die Heizung, die ganze Elektrik, die Trafokästen – alles muss ausgetauscht werden. Der Keller muss entkernt werden. Mit dem zuständigen Ministerium in Mainz ist man in Gesprächen, heißt es. Auf jeden Fall wird die Klinik wieder in Betrieb gehen, sagt Christian Sprenger, auch wenn in Trier derzeit häufig anderes erzählt werde. Wann es so weit sein wird, kann der Geschäftsführer derzeit nicht sagen. Nur so viel: Es wird mehrere Monate dauern.

Trier- Ehrang

Kyll überflutet Ehrang Krankenhaus in Trier-Ehrang muss geräumt werden

Die Stadt Trier geht davon aus, dass in einem Teil des Stadtteils Ehrang bis zu 2.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden müssen. Darunter ein Krankenhaus und ein Altenheim.  mehr...

Trier- Ehrang

Mutmaßlicher Millionenschaden Überflutetes Krankenhaus in Trier-Ehrang

Im Untergeschoss des Ehranger Krankenhauses hat das Hochwasser massive Schäden angerichtet.Eine neue Heizungsanlage sowie medizinische Geräte stehen noch immer komplett unter Wasser.  mehr...

Rheinland-Pfalz

Die Lage im Flutgebiet Hochwasser-Live-Blog in RLP: Versicherungen zahlen 1,5 Milliarden Euro an Flutopfer

Die Aufräumarbeiten nach der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli kommen voran. Bis zur Normalität ist es aber noch ein langer Weg. Unterdessen ist auch die politische Aufarbeitung im Gange. Hier die aktuelle Lage:  mehr...

STAND
AUTOR/IN