Der Staudamm der Steinbachtallsperre wird asphaltiert. (Foto: Foto Hosser)

Sanierung der Steinbachtalsperre bei Kempfeld

Arbeiten gehen schneller voran als geplant

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Die mehrere Millionen Euro teure Sanierung der Steinbachtalsperre bei Kempfeld (Kreis Birkenfeld) im Hunsrück kommt schneller voran als geplant. Nach Angaben des Wasserzweckverbandes im Landkreis Birkenfeld wird derzeit der Staudamm der Talsperre asphaltiert.

Nach Begutachtung des Dammes sei festgestellt worden, dass dieser in einem besseren Zustand sei als zunächst angenommen. Deshalb hätte direkt mit den Asphaltarbeiten begonnen werden können, sagt der Werksleiter des Wasserzweckverbandes im Landkreis Birkenfeld, Horst Kürschner. "Wir sind vor dem Zeitplan."

Damm wird erhöht

Nach Angaben des Wasserzweckverbandes sind diese Arbeiten der größte Bauabschnitt des Projektes. Wenn sie abgeschlossen seien, könne der Damm mit Betonpoller um 20 Zentimeter erhöht werden, um besser vor künftigen Hochwassern zu schützen.

Kosten haben sich verdoppelt

Zu Baubeginn haben die Planer die Kosten der Sanierung auf etwa vier Millionen Euro geschätzt. Doch die Kosten haben sich mittlerweile auf rund zehn Millionen Euro mehr als verdoppelt, weil unter anderem Material teurer geworden sei, so Kürschner.

Fertigstellung für Ende des Jahres geplant

Für die Sanierung wurde bereits im April das Wasser der Talsperre abgelassen. Die Generalsanierung wird nach Angaben von Kürschner frühestens Ende des Jahres abgeschlossen sein. Dann soll die Steinbachtalsperre wieder mit Wasser gefüllt werden.

Vor Sanierungsbeginn musste Ersatzleitung gebaut werden

Besonders aufwendig seien die Arbeiten auch dadurch geworden, dass auch während der Sanierung die Trinkwasserversorgung für den Kreis Birkenfeld gewährleistet werden müsse. Deswegen sei eine 32 Kilometer lange und rund 25 Millionen Euro teure Trinkwasserleitung gebaut worden, von der Primstalsperre im Saarland durch den Nationalpark Hunsrück-Hochwald bis nach Kempfeld.

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