In Trier wurde die Stiftung für die Opfer der Trierer Amokfahrt gegründet (Foto: Stadt Trier)

Stiftungsurkunde in Trier übergeben

Trier gründet Stiftung für Hinterbliebene und Opfer der Amokfahrt

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Knapp ein Jahr nach der Amokfahrt von Trier hat die Stadt Trier eine Stiftung für Hinterbliebene und Opfer der Tat gegründet. Die Stiftung soll sich unter anderem um die Verteilung von Spendengeldern kümmern.

Wie die Stadt Trier mitteilte, gingen nach der Amokfahrt Spenden von über einer Million Euro ein. Den Familien der Hinterbliebenen sei aus der Spendensumme bereits eine Soforthilfe von jeweils 10.000 Euro ausgezahlt worden.

Spenden können an Opfer der Amokfahrt ausgezahlt werden

Oberbürgermeister Leibe sagte, die Stiftung biete jetzt einen sicheren rechtlichen Rahmen, um die vielen Spenden den Opfern und Hinterbliebenen zukommen zu lassen. Die Stiftungsvorsitzende Dagmar Barzen sagte, die Betroffenen seien nicht allein. Wir werden kurzfristig und langfristig Hilfe geben können, so Barzen. Im Kuratorium der Stiftung sind neben Vertretern der Geschädigten und Angehörigen unter anderem auch der Leiter des Trierer Gesundheitsamtes und eine Psychotherapeutin.

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Zweck der Stiftung sei laut Satzung nicht nur die Hilfe für die Opfer der Tat, sondern sie sei auch dazu da, Maßnahmen zu unterstützen, die den Verstorbenen ein Andenken geben. Die Stiftung sei gemeinnützig und die Mitglieder der Stiftungsorgane erhielten kein Geld für ihre Arbeit.

Mehr als eine Million Euro zur Verfügung

Nach Angaben der Stadt wurden die Betroffenen der Amokfahrt bereits über die Gründung der Stiftung informiert. Die Stiftung verfüge über ein Vermögen von 300.000 Euro, das über einen Zeitraum von 10 Jahren verwendet werden könne. Mit den Stiftungsgeldern könnten beispielsweise nicht übernommene Rechnungen bezahlt werden.

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Außerdem gebe es weitere rund 700.000 Euro an Spenden, die ausgezahlt werden könnten, ohne dass eine sogenannte Bedürftigkeitsprüfung durchgeführt werden müsse. Dadurch sei es möglich, kurzfristige und langfristige Hilfen zu leisten. Das hätten sich Angehörige und Betroffene der Tat gewünscht. Weil so viele Menschen nach der Amokfahrt gespendet hätten, soll es künftig auf der Internetseite der Stadt Trier weitere Informationen über die Stiftung geben.

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