Noch keine Anklage bei Amokfahrt Trier (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Staatsanwaltschaft arbeitet auf Hochtouren

Amokfahrt Trier: Warum die Ermittlungen so lange dauern

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Fünf Menschen tot, darunter ein Säugling. Mehr als 20 Menschen verletzt. SWR-Gerichtsreporter Frank Scheuer verrät, warum es eineinhalb Monate nach der Amokfahrt in Trier bis zur Anklage noch dauert.

Rund 550 Hinweise haben Polizei und Staatsanwaltschaft nach der Tat erhalten. Ein Großteil der Zeugen ist vernommen. Jetzt sollen die Einzelheiten der Amokfahrt in der Trierer Fußgängerzone rekonstruiert werden. Parallel wird der beschuldigte 51-jährige Trierer von einem Gutachter psychiatrisch untersucht. Dabei geht es um die Frage, ob der Mann zum Tatzeitpunkt schuldfähig war oder nicht.

Amokfahrt wird nach Zeugenbefragung rekonstruiert

Die Staatsanwaltschaft Trier kann noch nicht sagen, wann Anklage erhoben wird. Das wird noch dauern. Die Ermittlungen seien aufwendig, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen dem SWR.

Welche Strafe droht dem mutmaßlichen Amokfahrer?

Noch gibt es keine Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Trier. Im Haftbefehl des Ermittlungsrichters ist die Rede vom dringenden Tatverdacht des Mordes in fünf Fällen, sowie des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung in zahlreichen weiteren Fällen. Würde das Gericht dem folgen, dann hieße das lebenslänglich.

"Ich denke, dass das Gericht auch prüfen wird, ob in diesem Fall eine besondere Schwere der Schuld vorliegt."

Großer Prozess am Landgericht Trier erwartet

Details zum Prozess gegen den Tatverdächtigen gibt es noch nicht. Das wird wohl eine Herausforderung für das Landgericht Trier, so SWR-Gerichtsreporter Frank Scheuer. "Es wird ein riesiges Medieninteresse geben und auch das Interesse der Bevölkerung wird groß sein - zumal dieser Prozess wohl auch unter Corona-Bedingungen stattfinden wird."

Am 1. Dezember war ein Amokfahrer mit seinem Geländewagen durch die Trierer Fußgängerzone gerast und hatte gezielt Menschen angesteuert. Der 51 Jahre alte mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft. Bei der Tat waren 24 Menschen verletzt worden. Zwei von ihnen werden weiter mit lebensgefährlichen Verletzungen in Kliniken behandelt.

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