Vor der Realschule Plus in Konz ist bei einem Streit ein 23-Jähriger durch ein Messer lebensgefährlich verletzt worden (Foto: SWR)

Polizei zeigt Präsenz

Amokdrohung Konzer Schulen: Kein Zwischenfall

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Nach einer Amokdrohung in zwei Konzer Schulen für den Donnerstag ist es laut Polizei ruhig geblieben. Eine mutmaßliche Schreiberin einer Drohung wurde ermittelt.

Nach Angaben der Polizei gab es bis zum Donnerstagmittag keinen Zwischenfall an den beiden Schulen. Es seien weiterhin uniformierte und zivile Polizeikräfte vor Ort im Einsatz.

Am Donnerstag vergangener Woche war zunächst in der Schultoilette des Konzer Gymnasiums ein Schriftzug entdeckt worden, der das Wort "Amokalarm" enthielt. Einen Tag später wurden dann auch in der benachbarten Realschule Plus ähnliche Schriftzüge entdeckt. In einem Fall sei das Datum 10. Februar hinzugefügt gewesen, sagte ein Polizeisprecher dem SWR. Die Schulleitungen informierten die Polizei, die Ermittlungen kamen ins Rollen. Die Schulen verschickten außerdem auch einen Brief an die Eltern, der dem SWR vorliegt.

Keine ernst gemeinte Drohung

Nach den Ermittlungen ging die Polizei nicht davon aus, dass es sich um eine ernst gemeinte oder ernst zu nehmende Androhung eines Amoklaufs handelt. Die Polizei hat nach eigenen Angaben in den Schulen Spuren gesichert. Dabei wurde unter anderem klar, dass die beiden Schriftzüge von unterschiedlichen Personen geschrieben wurden.

Schülerin soll eine Drohung geschrieben haben

Eine mutmaßliche Schreiberin von einem der Droh-Schriftzüge wurde inzwischen ermittelt. Es handelt sich nach Polizeiangaben um eine Schülerin des Gymnasiums. Wegen des Fahndungsdrucks und der persönlichen Belastung habe sie sich selbst bei der Schulleitung gemeldet. Gründe für ihr Verhalten konnte sie laut Polizei nicht nennen. Es wird wegen einer Straftat ermittelt, unter anderem wegen der Störung des öffentlichen Friedens und Androhung von Straftaten. Wer den zweiten "Amok-Schriftzug" in der Toilette der Realschule Plus geschrieben hat, ist laut Polizei noch unklar.

Polizeikräfte vor Ort

Aus präventiven sowie Ermittlungsgründen hat die Polizei in der vergangenen und auch in dieser Woche in den Schulen Präsenz gezeigt. Dabei seien sowohl uniformierte als auch zivile Polizeibeamte im Einsatz gewesen. Damit sollten die Schüler und die Eltern beruhigt werden. Auch am Donnerstag war die Polizei eigenen Angaben zufolge vor Ort.

Messerangriff an der Bushaltestelle

Erst vergangene Woche Donnerstag hatte es an einer Bushaltestelle in der Nähe des Konzer Schulzentrums einen Vorfall gegeben. Ein 16-jähriger Jugendlicher hatte dort einen 23-Jährigen mit einem Messer niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Der Jugendliche sitzt wegen Verdachts des versuchten Totschlags in Untersuchungshaft. Hintergrund der Tat war nach bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft ein persönlicher Streit zwischen den beiden.

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